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Fukushima aktuell: TEPCO will zwei Filtersysteme aufrüsten

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Artikelbild - AKW Fukushima: Alte SARRY-Filteranlage nach Umbau am 9. August 2012 (Foto: TEPCO)
AKW Fukushima: Alte SARRY-Filteranlage nach Umbau am 9. August 2012 (Foto: TEPCO)

Vor dem Wochende meldet der Betreiber des AKW Fukushima heute nicht nicht nur eine Leistungserweiterung, sondern auch den Wiederaufstieg einer Anlage, die mancher Leser bereits vergessen haben mag. Sonstige Fukushima News jetzt im Spreadnews Japan-Ticker vom 30. Mai 2014.

Unsere Themen zum Wochenende:

  • TEPCO will ALPS und SARRY aufrüsten
  • Aktuelle Angaben zur Strahlungsbelastung der Fukushima-Arbeiter
  • Heiße Sommertemperaturen belasten Fukushima-Arbeiter

TEPCO will ALPS und SARRY aufrüsten: Kraftwerksbetreiber TEPCO erklärte am gestrigen Donnerstag, das Unternehmen plane die Einführung eines weiteren Filters für die Anlage. Neben den bislang 62 Radionukliden soll das System in die Lage versetzt werden, auch Strontium aus dem eingespeisten Wasser filtern zu können. Nähere Angaben hierzu gab es zunächst nicht.

AKW Fukushima: Adsorptionsturm der Multinuklid-Filteranlage ALPS (Foto: TEPCO)
AKW Fukushima: Adsorptionsturm der Multinuklid-Filteranlage ALPS (Foto: TEPCO)

Das Multinuklid-Filtersystem ALPS zeigt sich zwar insbesondere in der Filterung von radioaktivem Cäsium erfolgreich, die Leistung bei anderen radioaktiven Substanzen ist jedoch geringer. So liegen die Strontiumwerte bislang zwischen 40 und 500 Millionen Becquerel pro Liter.

TEPCO hofft durch das neue System eine Reduzierung der Strontiumwerte auf ein Hundertstel bis Tausendstel erreichen zu können.

Das Unternehmen will es jedoch nicht bei dieser Aufrüstung belassen und vielmehr Ende August auch einen Testbetrieb für ein verbessertes SARRY-System durchführen.

Das Cäsiumfiltersystem wurde vor Einführung des Multinuklid-Filtersystems eingesetzt und  hatte in der Vergangenheit mehrmals Störungen.

So waren beispielsweise Nachbesserungen im August 2012 und März 2013 erfolgt, jedoch bereits im November 2012 und Juli 2013 neue Probleme aufgetreten.

Über die Verbesserungspläne berichtete die jiji.

Aktuelle Angaben zur Strahlungsbelastung der Fukushima-Arbeiter: Am heutigen Freitag  übermittelte der Kraftwerksbetreiber TEPCO die aktuellen Angaben zur Zahl der Beschäftigten an der Anlage, sowie zur Höhe der Strahlungsdosis an das Ministerium für Gesundheit, Arbeit und Soziales für den April 2014.

Fukushima-Arbeiter vor Abfahrt des Busses am 7. Oktober 2011 (Foto: TEPCO)
Fukushima-Arbeiter vor Abfahrt des Busses am 7. Oktober 2011 (Foto: TEPCO)

Nach Angaben von TEPCO , waren im April 2014 insgesamt 881 Arbeitskräfte für das Kernkraftwerk Fukushima Daiichi neu eingestellt worden.

Die maximale Strahlungsbelastung lag bei 13,34 Millisievert. Im Bezug auf die inkorporierte Strahlenbelastung wurden keine signifikanten Werte festgestellt.

Der nächste Bericht, der sich mit den Strahlungsdaten mit Stand von Ende März befassen wird, soll gegen Ende Juni eingereicht werden.

Heiße Sommertemperaturen belasten Fukushima-Arbeiter: Die Temperaturen in der Präfektur Fukushima, die derzeit um die 30 Grad liegen, dürften eine zusätzliche Belastung für die Kraftwerksarbeiter in ihren Schutzanzügen darstellen.

AKW Fukushima: Kühlung für die Kraftwerksarbeiter im April 2011 (Foto: TEPCO)
AKW Fukushima: Kühlung für die Kraftwerksarbeiter im April 2011 (Foto: TEPCO)

Trotz der Erlaubnis, in einigen Bereichen des Geländes eine weniger restriktive Atemschutzmaske zu tragen, ist der dortige Sonnenschein daher sicher nicht jedem willkommen.

Während sich derzeit Kinder in der Präfektur über das Badewetter freuen, mag so mancher an die Monate nach Ausbruch der Fukushima-Katastrophe denken.

Zu Beginn der Krise hatten Meldungen über Kreislaufprobleme im Juli 2011 zu Maßnahmen zum Hitzeschutz für Fukushima-Arbeiter geführt.

Die derzeitige Wetterlage könnte somit auch zum Teil für die gesundheitlichen Probleme und Arbeitsunfälle verantwortlich sein.

 

 

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