Fukushima aktuell: TEPCO wirbt mit Software um Vertrauen

Fukushima aktuell: TEPCO wirbt mit Software um Vertrauen

Strahlungsdaten und Google Maps sollen Sicherheit vermitteln

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Artikelbild - TEPCO-Bürgersoftware am 27. juli 2016 (Foto: TEPCO)
TEPCO-Software für Bürger am 27. juli 2016 (Foto: TEPCO)

Mit einer neuen Software und Erkenntnissen über ein mehrere Monate zurückliegendes Leck, wartet  der Betreiber des AKW Fukushima heute auf. Weit weniger positiv sind die Fukushima News im Bezug auf die Erdbebensicherheit von Schulen.

Die Einzelheiten zu den aus Japan aktuell gemeldeten Nachrichten finden sich nun im Spreadnews Japan-Ticker vom 27. Juli 2016.

Unsere heutigen Themen im Überblick:

  • TEPCO bietet Software-Download für Strahlungsinformationen
  • Anhaltend schlechte Fortschritte bei Erdbebensicherheit an Fukushima-Schulen
  • Ursache für Wasserleck an Entsalzungsanlage ermittelt
TEPCO bietet Software-Download für Strahlungsinformationen

Der Betreiber des AKW Fukushima Daiichi stellt auf seiner Webseite eine neu entwickelte Software vor, die anhand der Dienste von Google Maps besuchte Orte und Strecken je nach der externen Belastung farblich kennzeichnet.

Diese Informationen sollen den Einwohnern dabei helfen, die persönlichen Strahlungsdaten leichter ermitteln zu können. Durch die Standorterfassung sei das Verfahren genauer, als bei Berechnungen, die lediglich von einer allgemeinen Umgebungsradioaktivität ausgehen.

Dieser Beitrag zu mehr Sicherheit für die Bürger soll nach Wunsch des Unternehmens auch bei der Wiederbelebung der Region helfen. Viele frühere Einwohner meiden selbst freigegebene Ortschaften, aufgrund von Strahlungsängsten.

Die TEPCO-Software ist bislang ausschließlich in japanischer Sprache verfügbar und kann auf der Webseite des Elektrizitätsanbieters heruntergeladen werden.

Anhaltend schlechte Fortschritte bei Erdbebensicherheit an Fukushima-Schulen

Bei einer landesweiten Kontrolle der Arbeiten zur Verbesserung der Erdbebensicherheit an Grundschulen und weiterführenden Schulen, landete die Präfektur Fukushima das zweite Jahr in Folge auf dem vorletzten Platz.

Lediglich Schulen der Präfektur Okinawa schnitt noch schlechter ab.

Zwar stieg die Zahl der Schulgebäude, die Erdbeben der Stärke sechs auf der japanischen Skala standhalten können, um 5,4 Prozentpunkte auf 90,3 Prozent, so dass erstmals ein Wert über 90 Prozent erreicht wurde – dennoch bleibt noch viel zu tun.

Von der Untersuchung waren sieben Gemeinden der Präfektur Fukushima ausgenommen worden – neben Futaba, Iitate und Katsurao, gehörten auch Namie, Naraha  Okuma, sowie Tomioka zu den Städten und Ortschaften, die ausgeklammert worden waren.

Über das neue Ergebnis berichteten Präfekturmedien.

Ursache für Wasserleck an Entsalzungsanlage ermittelt

Sieben Monate nach dem Wasserleck an der Hochdruckpumpe einer Entsalzungsanlage gab der Betreiber des AKW Fukushima heute seine Ursacheneinschätzung bekannt.

Demnach habe sich der Winkel einer externen Konstruktion, die das Auf- und Abschwingen der Verbindungsrohre verhindern soll, durch die ständigen Vibrationen der Entsalzungsanlage verändert. Als Folge sei der Abdichtungsring aus Gummi verformt worden und das Leck entstanden.

Um eine Wiederholung derartiger Zwischenfälle zu verhindern, wird die externe Stabilisierungskonstruktion um weitere unterstützende Elemente ergänzt und die Dichtungen ersetzt.

Nachdem ein heute durchgeführter Testlauf der Umkehrosmose-Anlage, die vor allem der Filterung von Salzwasser dient, ohne Probleme verlief, hofft das Unternehmen, die Vorrichtung bald wieder planmäßig in Betrieb nehmen zu können.

Über die aktuellen Erkenntnisse zu den Ereignissen vom November 2015 berichtete der Kraftwerksbetreiber TEPCO.

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