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Fukushima aktuell: TEPCO zahlt für Mietkostenausgleich

Evakuierte sollen nicht auf Wohnungskosten sitzen bleiben

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Artikelbild - Stadt Koriyama, Präfektur Fukushima (Foto: pd)
Präfektur Fukushima: TEPCO soll Mietkosten für Evakuierte mittragen (Symbolfoto: pd)

Mit der Aufhebung des Evakuiertenstatus, sind in der Präfektur Fukushima heute nach wie vor Zukunftsängste verbunden, bei denen es vor allem um bezahlbaren Wohnraum geht.

Nachdem das Problem einige Zeit lang aus dem Fokus der Fukushima News verschwunden war, wird es nun in Japan aktuell erneut zum Thema. Diese und weitere Meldungen gibt es jetzt im Spreadnews Japan-Ticker vom 25. Januar 2018.

Unsere heutigen Themen im Überblick:

  • TEPCO zahlt in Mietkostenausgleichstopf
  • Lebensmittel aus Fukushima beim Weltwirtschaftsforum
TEPCO zahlt in Mietkostenausgleichstopf

Das Elektrizitätsunternehmen TEPCO, das als Betreiber des AKW Fukushima Daiichi für die dauerhafte Zwangsevakuierung vieler Menschen verantwortlich ist, will der Präfektur Fukushima offenbar fünf Milliarden Yen spenden.

Das Geld soll in ein Sozialsystem zum Ausgleich von Mietkosten fließen, das die bisherige finanzielle Mietkostenbezuschussung durch TEPCO ablösen wird und ab April greifen soll.

Die bisherigen Zuwendungen durch TEPCO werden zwar im März eingestellt, doch die Präfektur hat den Zeitraum für kostenlose Unterbringung bis März 2019 verlängert und das neue System soll die Mietzahlung zunächst für ein Jahr gewährleisten können.

Im Rahmen der neuen Maßnahme ist das Unternehmen zwar für die Abwicklung der Formalitäten verantwortlich, die eigentliche Mietkostenübernahme wird aber voraussichtlich durch die Präfektur geleistet.

Von der Maßnahmen könnten etwa 7.000 Haushalte in neun Gemeinden profitieren, darunter Futaba, Iitate, Katsurao, Kawamata und Kawauchi, sowie Minamisoma, Namie, Okuma und Tomioka. Über die Entscheidung berichteten Präfekturmedien.

Hintergrund

Die Einstellung von Mietzuschüssen für Evakuierte hatte die Regierung in Tokyo bereits im Juni 2015 zum Gesprächsthema gemacht. Insbesondere „freiwillig Evakuierte“, die im Zuge der Krise ohne offizielle Anordnung ihren Wohnort verließen, sind betroffen.

Im November vergangenen Jahres wurden sogar Räumungsklagen gegen Evakuierte angestrebt. In einem anderen Fall vom August 2017 war zuvor bereits eine Klage wegen fragwürdiger Mietverhältnisse eingereicht worden.

Lebensmittel aus Fukushima beim Weltwirtschaftsforum

Zeitgleich zum Weltwirtschaftsgipfel im Schweizer Luftkurort Davos, wurden auch lokale Spezialitäten der Präfektur Fukushima vorgestellt und den Anwesenden erstmals serviert.

Die Aktion soll den Fortschritt beim Wiederaufbau lokaler Unternehmen in der japanischen Präfektur demonstrieren. Die Teilnehmer des Forums zeigten sich von den traditionellen Gerichten mit Lachs und Hering sehr angetan.

Ein Präfekturvertreter äußerte sich erfreut über das positive Echo, dass auch dem mehrfach preisgekrönten Sake aus Fukushima galt, der dort verköstigt werden konnte. Über die kulinarischen Besonderheiten berichtete die NHK.