Start Aktuelles Fukushima aktuell: Testlauf zur Sortierung radioaktiver Abfälle

Fukushima aktuell: Testlauf zur Sortierung radioaktiver Abfälle

Dekontaminationsabfälle in Zwischenlager sollen sauber separiert werden

933
0
TEILEN
Artikelbild Erdboden/Erdreich (Foto: pd)
Zwischenlager in Fukushima testet Handhabung von kontaminiertem Erdreich (Symbolfoto: pd)

Nachdem gestern offiziell die sommerliche Regenzeit für die Region ausgerufen wurde, ist man in Fukushima heute über die Bekanntgabe von Testläufen im Bereich kontaminierter Abfälle und des Fischfangs erfreut.

Die Einzelheiten und Hintergründe der Fukushima News gibt es wie üblich im Spreadnews Japan-Ticker vom 22. Juni 2017.

Unsere heutigen Themen im Überblick:

  • Testlauf der Sortieranlage im Zwischenlager für kontaminierte Abfälle
  • Testfang im Umkreis des AKW Fukushima beschlossen
  • Verkaufsverbot für weitere Fischart aufgehoben
Testlauf der Sortieranlage im Zwischenlager für kontaminierte Abfälle

Wie das Umweltministerium mitteilt, wurde in diesem Monat mit dem Testbetrieb einer Sortieranlage auf dem Gelände des Zwischenlagers für kontaminierte Abfälle auf dem Gelände der Gemeinde Okuma begonnen.

Bei einem ersten Test wurde einer der schwarzen Abfallsäcke mit radioaktiv belastetem Erdreich automatisch durch einen Kran vom Transporter gehoben und auf einem Fließband abgelegt.

Nach dem Öffnen des Beutels wird Fremdmaterial durch sieben aus dem Erdreich entfernt.  Anschließend wird  danach sortiert, ob der Grad der Cäsiumbelastung über- oder unterhalb von 8.000 Becquerel pro Kilogramm liegt.

Sobald sichergestellt ist, dass die Anlage zuverlässig funktioniert, soll sie noch in diesem Herbst in Vollbetrieb gehen. Über den Testlauf berichteten Präfekturmedien.

Unterdessen ist die Zahl der provisorischen Lagerstätten auf Privatgrundstücken und öffentlichen Flächen aufgrund von Transporten zum Zwischenlager leicht gesunken.

Testfang im Umkreis des AKW Fukushima beschlossen

Bei einem gestrigen Treffen der Vereinigung zur Wiederbelebung der Fischerei, das in der Stadt Iwaki stattfand, wurde ein weiterer Beschluss zur Normalisierung des Fischereibetriebs der Präfektur Fukushima getroffen.

Demnach sollen ab Juli die Fischereikooperative Soma-Futaba wieder Testfänge für zwei Fischsorten im 10 bis 20 Kilometer-Umkreis um das Kernkraftwerk Fukushima Daiichi durchführen können.

Ein offizieller Beschluss soll Ende des Monats bei der Zusammenkunft von Vorsitzenden der Fischereikooperativen getroffen werden. Zwischen Februar bis Ende April kommenden Jahres soll dann der übliche Fang anlaufen. Etwa 150 Fischer werden teilnehmen.

Über diese Entscheidung berichteten Präfekturmedien.

Verkaufsverbot für weitere Fischart aufgehoben

Am gestrigen Mittwoch hob die Regierung das Verkaufsverbot für die „Usumebaru“ genannte Fischart (sebastes thompsoni) für die Präfektur Fukushima nach ausgiebigen Tests auf mögliche radioaktive Kontamination auf.

Vor der Kraftwerkskatastrophe im März 2011 lag der Absatz pro Jahr durchschnittlich bei 6,6 Tonnen und der Ertrag bei 6,1 Millionen Yen. Doch Bedenken über eine mögliche Kontamination schränkten den Fischfang stark an.

Doch in den vergangenen Jahren wurden die Fangverbote für verschiedene Fischarten schrittweise immer weiter aufgehoben, nachdem zuvor Kontrollen durchgeführt worden waren. So auch in diesem Fall

Zwischen Oktober 2014 und Ende Mai diesen Jahres wurden 175 Einzelproben entnommen und dabei eine deutliche Unterschreitung des zulässigen Grenzwerts für Lebensmittel in Höhe von 100 Becquerel pro Kilogramm bestätigt.

Im Durchschnitt lag die Belastung der auf Japanisch Usumebaru genannten Fische bei 10,3 Becquerel pro Kilogramm. Mit der jetzigen Freigabe sind nun zehn Fischarten wieder offiziell zugelassen. Das berichten Präfekturmedien.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here