Fukushima aktuell: Tödliche Strahlungswerte behindern Reaktoruntersuchung

Fukushima aktuell: Tödliche Strahlungswerte behindern Reaktoruntersuchung

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Artikelbild - Fukushima-Reaktor 2 am 18. Juni 2012 (Foto: TEPCO)
Fukushima-Reaktor 2 am 18. Juni 2012 (Foto: TEPCO)

Sowohl erfolgreiche Lösungen, als auch ungelöste Probleme, sind im Zusammenhang mit dem AKW Fukushima heute von Bedeutung für die Betreiberfirma TEPCO.

Worum es sich dabei im Einzelnen handelt, liest man im Spreadnews Japan-Ticker vom 30. Oktober 2015.

Unsere Themen zum Wochenende:

  • Hohe Strahlung am Sicherheitsbehälter von Reaktor 2
  • Bekämpfung von radioaktivem Wasser überraschend erfolgreich

Hohe Strahlung am Sicherheitsbehälter von Reaktor 2: Wie Kraftwerksbetreiber TEPCO am gestrigen Donnerstag mitteilte, wurden im Bereich des Sicherheitsbehälters von Reaktor 2, hohe Strahlungswerte ermittelt.

Die Untersuchungen die im vergangenen Monat zwischen dem 4. und 25. September, im Gehäuse eines Verbindungsrohrs zum Sicherheitsbehälter durchgeführt worden waren, ergaben Messergebnisse von bis zu 9,4 Sievert pro Stunde.

Ein Mensch würde bei dem nachgewiesenen Stundenwert von 9,4 Sievert an den Folgen sterben, wenn er dieser Belastung 45 Minuten lang ausgesetzt wäre. Als besonders belastet gilt der Boden, so dass Dekontaminationsarbeiten erforderlich sind.

Was hohe Strahlungswerte für geplante Maßnahmen bedeuten können, zeigen die Verzögerungen beim geplanten Einsatz eines Skorpionroboters in Reaktor 2.

Der für August angekündigte Robotereinsatz, war wegen Trümmern und auch wegen der hohen Strahlung, zunächst auf September verschoben worden.TEPCO gab dann Ende Juli bekannt, es werde eine längerfristige Verzögerung der Robotermission befürchtet.

Ein tatsächlicher Einsatz des Skorpionroboters vor Ende des Jahres gilt als unwahrscheinlich, da zwar die Hindernisse für den Roboter beseitigt sind, allerdings die notwendigen Dekontaminationsarbeiten mindestens einen Monat in Anspruch nehmen werden. Über den Nachweis der Strahlungswerte berichtete die jiji.

Bekämpfung von radioaktivem Wasser überraschend erfolgreich: Das Heraufpumpen von Grundwasser als Maßnahme zur Reduzierung der täglich anfallenden Menge an radioaktivem Abwasser, ist offenbar erfolgreicher als erwartet.

Wie die Behörde für Rohstoffe und Energie am gestrigen Donnerstag bekannt gab, wurde die täglich anfallende Menge von 300 Tonnen Grundwasser, die in Untergeschosse der Reaktoren fließen und dort kontaminiert werden, bis zu 170 Tonnen reduziert.

TEPCO hatte ursprünglich lediglich mit einer Verringerung bis zu 150 Tonnen gerechnet. Nach ersten Schwankungen habe sich der Abwärtstrend gezeigt.

Noch ist unklar, inwiefern sich Regenfälle auswirken werden, da seit dem Beginn des Heraufpumpens vergleichsweise wenig Regen fiel. Dies müsse man nach Angaben der Behörde und des Betreibers TEPCO noch genauer untersuchen. Über den Erfolg berichteten Präfekturmedien.

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