Fukushima aktuell: Transfer von Brennelementen an zweitem AKW abgeschlossen

Fukushima aktuell: Transfer von Brennelementen an zweitem AKW abgeschlossen

2316
1
TEILEN
Artikelbild: Fukushima Daini (Foto: TEPCO)
Stilllegung des AKW Fukushima Daini gefordert (Foto: TEPCO)

Während der japanische Rechnungshof im Bezug auf die Krise von Fukushima heute berichtet, bislang hätten TEPCO und Regierung 590 Milliarden Yen zur Bekämpfung der Krise genutzt und forderte, der AKW-Betreiber müsse seine Geschäftspartner für verpatzte Maßnahme zur Kasse bitten, sehen die Fukushima News deutlich positiver aus.

Details nun im Spreadnews Japan-Ticker vom 24. März 2015.

Unsere heutigen Themen

  • Brennelementetransfer an Fukushima Daini abgeschlossen
  • Methode für genauere Einschätzung von Schilddrüsenbelastung entwickelt

Brennelementetransfer an Fukushima Daini abgeschlossen: Wie Kraftwerksbetreiber TEPCO heute mitteilte, konnte die Sicherung aller Brennelemente aus den Reaktoren des Kernkraftwerks Fukushima Daini (Fukushima 2) erfolgreich abgeschlossen werden.

Bei der Tohoku-Katastrophe 2011 wurden Kernschmelzen an der Anlage durch die schnelle Wiederherstellung der Elektrizitätsversorgung verhindert. Als Sicherheitsmaßnahme war im Oktober 2012 mit dem Brennelemente-Transfer aus den Reaktoren begonnen worden.

Die 2.500 Brennelemente befinden sich nun nicht mehr im Betrieb, sondern wurden in die Lagerbecken transferiert. Darunter befinden sich auch jene, die bereits vor der Katastrophe dort gelagert wurden. Über den Fortschritt am zweiten Fukushima-Kraftwerk berichtete die Kyodo.

Methode für genauere Einschätzung von Schilddrüsenbelastung entwickelt: Bei der Auswertung von medizinischen Aufzeichnungen der Strahlungsbelastungen bei 500 Personen, gelang es Wissenschaftlern eine genauere Berechnungsmethode für Schilddrüsenbelastungen zu erarbeiten.

Die Ermittlung von körperlich aufgenommener (inkorporierter) Strahlungsbelastung, wie dies etwa bei der Schilddrüse der Fall ist, war bislang ungenauer, als die Ermittlung externer Belastungen, da radioaktives Jod nur eine Halbwertszeit von acht Tagen hat.

Das Team entdeckte bei der Durchsicht von Daten der externen Strahlungsbelastung von 42.500 Personen, dass in 500 Fällen, bei denen eine zusätzliche Untersuchung erfolgt war, die Ergebnisse auch Auskunft über die Art des radioaktiven Materials – inklusive Jod -und dem Grad der externen Belastung gaben.

Durch die Zusammenrechnung dieser Informationen sei es möglich, die Umgebungsbelastung mit radioaktivem Jod, dem die Person ausgesetzt war, genauer zu berechnen. Somit lässt sich auch festlegen, wieviel Jod in etwa aufgenommen und wieviel auf externe Strahlungsbelastung entfiel.

Da diese Patienten auch genaue Aufzeichnungen über ihren Aufenthaltsort und ihre Tätigkeiten während der Akutphase führten, könne man durch einen Abgleich mit dem Tagesablauf auch die Jodbelastung bei Personen neu einschätzen, selbst wenn diese keine Daten über die unterschiedlichen Belastungen hätten.

Nun werde man prüfen, ob die verbliebenen 42.000 Patienten ebenfalls derartige Tagebücher führten, so dass noch mehr Informationen für künftige Beurteilungen zur Verfügung stünden. Hierüber berichtete die Asahi Shimbun.

1 KOMMENTAR

  1. Ich kann mich den Kommentaren vom 11.3. nur anschließen. Danke, dass in deutscher Sprache weiter berichtet wird. Die Meldung ist zusammen mit der Bergung an Reaktor 4 (2014) erfreulicherweise positiv

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT