Start Aktuelles Fukushima aktuell: Trotz Pannen weitere Robotereinsätze geplant

Fukushima aktuell: Trotz Pannen weitere Robotereinsätze geplant

Künftige Robotermission in Reaktor 1 angekündigt

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Artikelbild - Fukushima-Reaktor 1: Eine Woche nach der Katastrophe (Foto: TEPCO)
Fukushima-Reaktor 1: Brennelemente-Suche verlief erfolglos (Symbolfoto: TEPCO)

Nachdem der gestrige Tag keine nennenswerten Meldungen mit sich brachte, sind vom AKW Fukushima heute wieder interessante Nachrichten zu hören. Bei diesen Fukushima News geht es unter anderem auch um neue Roboterpläne.

Die Einzelheiten zu den aus Japan aktuell gemeldeten Themen, gibt es jetzt im Spreadnews Japan-Ticker vom 24. Februar 2017.

Unsere heutigen Themen zum Wochenende:

  • Robotereinsatz in Reaktor 1 für März angekündigt
  • Defekte Druckanzeige an Castorbehälter
  • TEPCO will keine ausländischen Azubis am AKW Fukushima
Robotereinsatz in Reaktor 1 für März angekündigt

Nachdem der Einsatz des Skorpionroboters Sasori in Reaktor 2 mit der erzwungenen Aufgabe des Geräts endete, beschloss die TEPCO gestern dennoch den Einsatz eines vergleichbaren Roboters in Reaktor 1 des Kernkraftwerks Fukushima Daiichi.

Die Maßnahme soll Mitte kommenden Monats anlaufen.

Ziel der Aktion ist es, fast sechs Jahre seit der Kernschmelze im März 2011, erstmals Hinweise auf geschmolzene Brennelemente (Corium) im Sicherheitsbehälter von Reaktor 1 nachzuweisen.

Im Jahr 2015 waren Myonen-Scans des Reaktors ergebnislos geblieben, da die Brennelemente damals nicht lokalisiert werden konnten.

Nach Einschätzungen von TEPCO kam es in Reaktor 1 zu einer großen Kernschmelze, bei der fast das gesamte Material zusammenschmolz, sich durch den Boden des ersten Behälters fraß und durch eine Öffnung des Sockels weiter nach außen gelangte.

Hinweise darauf, in welchem Umfang das tatsächlich der Fall war und ob sich Spuren des Materials aus dem Reaktorkern nachweisen lassen, soll der Robotereinsatz ermitteln. Über die Bekanntgabe des Einsatzes berichteten Präfekturmedien.

Defekte Druckanzeige an Castorbehälter

Am heutigen Freitag wies ein Druckmesser an einem der Lagerbehälter für abgebrannte Brennelemente auf einen Druckanstieg zwischen dem ersten und zweiten Deckel des Behälters hin. Ein zweites Messgerät zeigte jedoch keine Schwankungen an.

Während der eine Druckanzeiger einen konstanten Wert von 390 Kilopascal aufwies, stieg die Anzeige des zweiten Geräts von 390 auf 635 Kilopascal und veränderte sich anschließend mehrfach.

Weder das dortige Dosimeter noch die Messposten in der Umgebung lieferten einen Hinweis auf den möglichen Austritt von radioaktivem Material.

Eine genaue Nachmessung des Zwischendrucks der Behälterdeckel durch einen Angestellten wies einen Druck von 396 Kilopascal nach und lag damit im regulären Anzeigebereich.

Aus diesem Grund geht TEPCO von einer Fehlfunktion eines Druckanzeigers aus und kündigte eine Kontrolle des Geräts an. Das berichtete der Kraftwerksbetreiber TEPCO.

TEPCO will keine ausländischen Azubis am AKW Fukushima

Wie der Betreiber des AKW Fukushima am gestrigen Donnerstag bekannt gab, will man die Aufenthaltsberechtigung der etwa 40 ausländischen Arbeitskräfte überprüfen, die in irgendeiner Weise mit den Stillegungsarbeiten betraut sind.

Bislang habe man lediglich die Reisepässe der ausländischen Arbeitskräfte geprüft. Nun will man zudem die Aufenthaltsberechtigungskarte, die jeder Ausländer in Japan mit sich führen muss, ebenfalls überprüfen.

Dadurch soll verhindert werden, dass Auszubildende aus anderen Ländern den Stilllegungsarbeiten zugeteilt werden. Hintergrund der Maßnahme ist ein Programm der Regierung, das japanische Technologie in Entwicklungsländer verlagern soll.

Die Einschränkungen dienten somit dazu, ein entsprechendes Arbeitsumfeld zu schaffen und wurden nach Rücksprachen mit dem Ministerium für Wirtschaft Handel und Industrie (METI) getroffen. Die neue Regelung soll am 1. April in Kraft treten.

Das berichtet die Mainichi Shimbun und berichtet zudem, ein früherer Subunternehmen habe erklärt, dass es in der Vergangenheit keine ausländischen Auszubildenden am AKW Fukushima Daiichi gegeben habe.

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