Fukushima aktuell: Trümmerräumung durch Strahlungsniveau behindert

Fukushima aktuell: Trümmerräumung durch Strahlungsniveau behindert

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Artikelbild: Zugang zur Sperrzone (Foto: Prof. Haruhiko Okumura, cc-by)
Zugang zum Sperrgebiet in Fukushima (Symbolfoto: Prof. Haruhiko Okumura, cc-by)

TEPCO hat derzeit mit baulichen Schäden an einem Wasserkraftwerk zu kämpfen, doch sind im Bezug auf die Präfektur Fukushima heute die Folgen der Kraftwerkskatastrophe von Interesse. Diese und weitere Fukushima News jetzt im Spreadnews Japan-Ticker vom 16. Januar 2015.

Unsere Themen zum Wochenende:

  • Trümmerräumung durch Strahlungsniveau behindert
  • TEPCO-Sicherheitskundgebung auf AKW-Gelände
  • Diagnosen für Arbeitsunfälle bekannt gegeben

Trümmerräumung durch Strahlungsniveau behindert: Aufnahmen von an Land geworfenen Fischerbooten und weit in das Land geschwemmte Trümmer aus den Küstenregionen, bestimmten in den Monaten nach den Tohoku-Katastrophen das Bild aus den Präfekturen Fukushima, Iwate und Miyagi.

Doch während in beiden Letzteren die Räumarbeiten in den vergangenen Jahren Wirkung zeigten und die Überreste der Katastrophe entsorgt werden konnten, ist die Entwicklung in der Präfektur Fukushima schwieriger.

Ursache hierfür ist das Strahlungsniveau, dessen Höhe in einigen Regionen der Präfektur, insbesondere innerhalb des Sperrgebiets, kaum Räumarbeiten zulässt. So zeigen die Streetview-Aufnahmen aus verlassenen Ortschaften dann nicht nur menschenleere Straßen, sondern auch den baulichen Verfall im Sperrgebiet um das Kernkraftwerk Fukushima Daiichi.

So wurde auch erst im vergangenen Monat die Trümmerräumung in Futaba begonnen.

Mit der Freigabe weiterer Teile des Sperrgebiets aufgrund erfolgreicher Dekontaminationsmaßnahmen, wird nicht nur die Möglichkeit zur Rückkehr für Einwohner geboten, sondern wird zusätzliche Trümmerräumungen in Bereichen erforderlich machen, die Aufgrund der Strahlung bislang unzugänglich blieben. Das berichten Präfekturquellen.

TEPCO-Sicherheitskundgebung auf AKW-Gelände: Gestern hielt der Kraftwerksbetreiber TEPCO eine einstündige Motivationskundgebung für mehr Sicherheitsbewusstsein auf dem Gelände des Kraftwerks Fukushima Daiichi. Bei der Veranstaltung, die zwischen 12:00 Uhr und 13:00 Uhr stattfand, versammelten sich etwa 170 Teilnehmer in der Nähe des neuen Verwaltungsgebäudes.

Das Unternehmen veröffentlichte hierzu einige Fotos, machte jedoch keiner weiteren schriftlichen Angaben.

Diagnosen für Arbeitsunfälle bekannt gegeben: Nachdem sich in den vergangenen Tagen am Kernkraftwerk Fukushima Daiichi zwei Arbeitsunfälle ereignet hatten, legte das Betreiberunternehmen heute die genaueren Diagnosen vor.

Im Fall des Arbeiters, der sich am Dienstag bei Arbeiten zum Anheben einer Bleiplatte verletzt hatte, ergaben Untersuchungen durch Computertomographie und Magnetresonanztomographie eine Schädelprellung. Auch wurde eine Verletzung des linken Ringfingers, die durch die Umstände des Unfalls entstanden war, festgestellt.

Beim Angestellten eines Partnerunternehmens, der sich im Rahmen von Arbeiten Lagertankbereich G5 eine Handverletzung zuzog, wurde eine Quetschung des linken Zeigefingers, sowie ein offener Bruch des linken Mittelfingers diagnostiziert. Die medizinische Behandlung wird etwa zwei Monate benötigen. Das berichtete der Betreiber.

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