Start Aktuelles Fukushima aktuell: Tschernobyl-Projekt soll Wiederaufbau verbessern

Fukushima aktuell: Tschernobyl-Projekt soll Wiederaufbau verbessern

Neue Erkenntnisse zu radioaktivem Niederschlag erhofft

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Artikelbild - AKW Tschernobyl am 10. Juli 2009 (Foto: Andrzej Karoń cc-by)
AKW Tschernobyl am 10. Juli 2009 (Foto: Andrzej Karoń cc-by)

Das Motto „Lektionen für die Zukunft lernen“ ist für die Präfektur Fukushima heute genau so wichtig. wie zu Beginn der Krise. Nun soll eine Kooperation in Tschernobyl, dem Ort der bislang schwersten zivilen Kraftwerkskatastrophe, den Weg in die Zukunft erleichtern.

Diese Fukushima News, sowie eine Meldung über personelle Änderung in der Atomaufsicht, gibt es nun im Spreadnews Japan-Ticker vom 29. Mai 2017.

Unsere heutigen Themen zum Wochenbeginn:

  • Untersuchung von Tschernobyl-Fallout soll Fukushima helfen
  • Künftiger Leiter der Atomaufsichtsbehörde steht fest
Untersuchung von Tschernobyl-Fallout soll Fukushima helfen

Am Freitag wurde auf einer Pressekonferenz im ukrainischen Kiew bekannt gegeben, den Weg ermitteln zu wollen, den das radioaktive Material im Laufe der 30 Jahre nach der AKW-Katastrophe von Tschernobyl 1986 aufgrund von Wetterfaktoren genommen hatte.

Ein gemeinsames Forschungsprojekt mit Japan ist angelaufen und die Kooperation mit der ukrainischen Regierung in dieser Angelegenheit soll zunächst bis Ende März 2022 dauern.

Ziel der Untersuchungen ist es, die Ausbreitung von radioaktivem Fallout im Fall des AKW Fukushima Daiichi anhand der gewonnenen Erkenntnisse zu überprüfen und daraus Konzepte zum Wiederaufbau von Landwirtschaft, Forsten und Fischerei zu entwickeln.

Die dann veröffentlichten Forschungsergebnisse würden zudem der gesamten Welt zugute kommen. Über das gemeinsame Projekt berichteten Kyodo und Präfekturmedien.

Künftiger Leiter der Atomaufsichtsbehörde steht fest

Am vergangenen Freitag genehmigte das Parlament die Ernennung von Toyoshi Fuketa zum neuen Chef der Atomaufsichtsbehörde NRA. Er tritt damit die Nachfolge von Shunichi Tanaka an, der die Behörde seit ihrer Gründung 2012 geleitet hatte.

Ginge es nach dem Wunsch der Regierung, wäre Tanaka weiter im Amt geblieben. Doch unter Berufung auf gesundheitliche Probleme habe er eine erneute Amtszeit abgelehnt. Seinen Posten wird Tanaka im September räumen.

Die jetzige nationale Atomaufsicht ist die Nachfolgeorganisation der NISA. Da diese unter direkter Aufsicht des Industrieministeriums stand, wurden Interessenkonflikte kritisiert, was zur Gründung der NRA führte, deren Führung Tanaka bislang innehatte.

Der neue Leiter, Toyoshi Fuketa, hatte bereits im vergangenen Jahr Aufmerksamkeit erregt, als er Zweifel an der Bergung geschmolzener Brennelemente äußerte.

Vor seiner Anerkennung hatte Fuketa erklärt, den strikten Kurs seines Vorgängers bei der Prüfung auf Neustartgenehmigungen für Kernkraftwerke weiter fortführen zu wollen.

Die Regierung Abe drängt unterdessen auf Reaktorneustart. Fuketa erklärte auf die Frage eines Politikers, ob die Sicherheitsprüfungen des Genehmigungsprozesses nicht zu lange dauerten, er werde in Sachen Sicherheit keine Kompromisse akzeptieren.

Über den neuen Mann berichtete die Kyodo.

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