Start Aktuelles Fukushima aktuell: Übernachtungserlaubnis für Sperrgebietsgemeinde Okuma angekündigt

Fukushima aktuell: Übernachtungserlaubnis für Sperrgebietsgemeinde Okuma angekündigt

Sperrung der Gemeinde am AKW Fukushima Daiichi soll gelockert werden

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Artikelbild: Zugang zur Sperrzone (Foto: Prof. Haruhiko Okumura, cc-by)
Präf. Fukushima Übernachtung in Sperrgebietsgemeinde in Kürze möglich (Symbolfoto: Prof. Haruhiko Okumura, cc-by)

Während am AKW Fukushima heute Vorbereitungen zur effektiveren Bekämpfung des Grundwassers getroffen werden, erwartet evakuierte Einwohner von Okuma den aktuellen Fukushima News zufolge eine weitgehende Lockerung der Sperrung ihres Heimatortes.

Die Hintergründe zu diesen Neuigkeiten gibt es jetzt im Spreadnews Japan-Ticker vom 12. April 2018.

Unsere heutigen Themen im Überblick:

  • Höhere Effektivität der Grundwasserposten in Planung
  • Übernachtungserlaubnis für AKW-Gemeinde Okuma angekündigt
Übernachtungserlaubnis für AKW-Gemeinde Okuma angekündigt

Die Gemeindeverwaltung von Okuma beschloss am gestrigen Mittwoch, den früheren Einwohnern der Ortschaft ab dem 24. April die Übernachtung in zwei Teilen ihres einstigen Wohnorts zu genehmigen.

Es ist das erste Mal überhaupt, dass mit Okuma eine der beiden Gemeinden, auf deren Gebiet auch das Gelände des Kernkraftwerks Fukushima Daiichi liegt, eine solche Übernachtungsgenehmigung erteilen wird.

Derartige Sondergenehmigungen, wie im Fall der Bezirke Ogawara und Nakayashiki, sind in der Regel Vorbereitungen für eine Aufhebung der Evakuierungsanordnung und sollen einen verstärkten Anreiz zur Rückkehr bieten.

Das Gebiet soll als Stützpunkt für den Wiederaufbau dienen und so spielt auch die Eröffnung eines neuen Krankenhauses in der Nachbarstadt Tomioka eine wichtige Rolle, da die mangelnde medizinische Versorgung häufig ein Hindernisgrund für Rückkehrer darstellt.

Die Regierung in Tokyo plant eine Aufhebung der Evakuierungsanordnung nach der Fertigstellung des neuen Rathauses im Frühjahr 2019. Über die Entscheidung und Zukunftspläne berichtete die Mainichi Shimbun.

Höhere Effektivität der Grundwasserposten in Planung

Wie der Betreiber des AKW Fukushima Daiichi am heutigen Donnerstag mitteilte, will das Unternehmen morgen mit Arbeiten beginnen, die eine Steigerung der Leistungsfähigkeit bei der Verarbeitung von Wasser aus Grundwasserposten ermöglichen sollen.

Die tägliche Menge an Wasser aus den Brunnen der so genannten „Subdrains“, die Teil der Maßnahmen zur Pegelkontrolle des Grundwassers sind, soll von 900 auf 1.500 Kubikmeter gesteigert werden, um eine gleichmäßigere Wirksamkeit zu erzielen.

Die Anbringung weiterer Geräte für vier Lagertankbereiche ist bereits abgeschlossen. Morgen soll das Ableiten von Wasser aus einem zusätzlich bereitgestellten, temporären Lagertank beginnen.