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Fukushima aktuell: Überschreitung von Lebensmittelgrenzwert bei Wildpflanze

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Artikelbild - Straußenfarn (Foto: pd)
Präfektur Fukushima: Überschreitungen bei Straußenfarn (Foto: pd)

Die positiven Kontrollergebnisse bei Reis liessen Gedanken zu Risiken, die mit Lebensmitteln aus Fukushima heute noch in Verbindung gebracht werden, nie ganz verschwinden. Nicht gänzlich zu Unrecht, wie mancher angesichts der aktuellen Fukushima News denken mag, im Spreadnews Japan-Ticker vom 29. April 2015.

Unsere heutigen Themen

  • Überschreitung von Lebensmittelgrenzwert bei Wildkraut
  • Arbeiter an AKW mit radioaktivem Wasser übergossen
  • Mögliche Motive im Drohnenzwischenfall in Tokyo

Überschreitung von Lebensmittelgrenzwert bei Wildkraut: Wie die Präfektur Fukushima am gestrigen Dienstag mitteilte, wurde bei Straußenfarn in Minamisoma (Ortsteil Haramachi) eine radioaktive Belastung von 120 Becquerel festgestellt.

Die Schößlinge des Straußenfarns sind als „Kogomi“ eine der „Sansai“ genannten Wildkräuter, die traditionellerweise als besonders gesund gelten.

Der zulässige Grenzwert für Lebensmittel beträgt 100 Becquerel pro Kilogramm.Damit ist die jetzt gemessene Überschreitung zwar nicht besonders  hoch, dennoch bat die Verwaltung bei den Händlern um einen freiwilligen Verkaufsverzicht.

Bei weiteren getesteten Wildpflanzen und Zuchtpilzen wurden keine Überschreitungen nachgewiesen. Hierüber berichteten Präfekturmedien.

Arbeiter an AKW mit radioaktivem Wasser übergossen: Das es auch an anderen japanischen AKW zu Zwischenfällen kommen kann, zeigt der Fall von drei Angestellten, die bereits vergangene Woche an einem AKW in Shimane mit radioaktivem Wasser übergossen wurden.

Bei Pumparbeiten habe sich ein Schlauch gelöst und etwa vier Liter radioaktiv belastetes Wasser seien sowohl an die Beine, als auch in die Gesichter der Arbeiter gelangt.

Wie der Betreiber Chugoku Electric mitteilte, klage keiner der Arbeiter über gesundheitliche Beschwerden. Man untersuche die genauen Umstände, um derartige Zwischenfälle künftig auszuschließen.

Man habe den Unfall nicht sofort publik gemacht, da das Wasser nicht in den Körper gelangte und die Konzentration nur ein Zehntel des zulässigen Sicherheitswerts betrage. Hierüber berichtete die NHK.

Mögliche Motive im Drohnenzwischenfall in Tokyo: Die Entdeckung einer Drohne auf dem Dach des Premierministersitzes, an der zudem radioaktives Material festgestellt wurde, hatte für Aufsehen gesorgt.

Nun ist mehr über den Hintergrund des 44 Jahre alten Verdächtigen bekannt. So habe der jetzige Arbeitslose in der Nähe des AKW Oi (Präf. ) gewohnt und einen einstigen Klassenkameraden beim tödlichen Dampfaustritt am AKW Mihama 2004 verloren.

Beide Anlagen werden von Kansai Electric betrieben. Der Verdächtige äußerte sich noch nicht dazu, ob diese persönlichen Erfahrungen ausschlaggebend für seine Aktion waren.

Der Mann war zuvor nicht als Atomkraftgegner aufgefallen, berichtete die Mainichi Shimbun.

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