Start Aktuelles Fukushima aktuell: Umstrittene Äußerung der Umweltministerin kritisiert

Fukushima aktuell: Umstrittene Äußerung der Umweltministerin kritisiert

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Artikelbild - Parlamentsgebäude in Tokyo (Foto: Junpei Abe cc-by)
Artikelbild - Parlamentsgebäude in Tokyo (Foto: Junpei Abe cc-by)

Geringschätzung der Ängste besorgter Bürger – so lautet ein Vorwurf, der im Bezug auf die Situation der Präfektur Fukushima heute geäußert wurde.

Während TEPCO bei einem aktuellen Test keinerlei Grund zur Sorge sieht, künden die übrigen Fukushima News dagegen deutlich von Befürchtungen der Einwohner. Mehr zu diesen Themen, jetzt im Spreadnews Japan-Ticker vom 9. Februar 2016.

Unsere heutigen Themen im Überblick:

  • Umweltministerin für Fukushima-Äußerungen kritisiert
  • Rätselhaftes Explosionsgeräusch in Iwaki
  • TEPCO testet Müllverbrennungsanlage
  • Verschiebung der Freigabe für Minamisoma gefordert

Umweltministerin für Fukushima-Äußerungen kritisiert: Eine Äußerung von Umweltministerin Tamayo Marukawa über die geplanten Grenzwerte in der Präfektur, brachte der Politikerin der Regierungspartei LDP schwere Vorwürfe ein.

Bei einer Rede in Matsumoto (Präf. Nagano) hatte sie sich nach Angaben der Präfekturzeitung Shinano Mainichi Shimbun zudem abfällig über Strahlungsängste geäußert.

Es gibt immer Personen – man könnte sie Strahlungsgegner nennen – die Angst vor Radioaktivität haben, ganz egal, wie gering das Strahlungsniveau ist„.

Zudem habe sie die Pläne der Regierung, die Kontamination in der Nähe des AKW Fukushima Daiichi auf eine jährliche Strahlungsdosis von einem Millisievert zu schließen, als „wissenschaftlich unbegründet“ bezeichnet.

Auf die Kritik der Opposition, die das Ziel während ihrer Amtszeit festgelegt und sich dabei an Vorgaben der Internationalen Kommission für Strahlenschutz orientiert hatte, reagierte Ministerin Marukawa gespalten.

Im Bezug auf ihre Äußerungen gab sie an, sich nicht an den genauen Wortlaut zu erinnern, da ihr Sekretär nicht anwesend war und die Rede nicht aufgezeichnet habe. Allerdings sei sie im Fall der wissenschaftlichen Grundlagen falsch zitiert worden.

Sie entschuldige sich jedoch dafür, ihre Ansichten nicht klar genug zum Ausdruck gebracht zu haben. Über die umstrittene Äußerungen berichteten mehrere japanische Medien.

Rätselhaftes Explosionsgeräusch in Iwaki: Ein bislang ungeklärtes Explosionsgeräusch führte am gestrigen Nachmittag zu mehreren Anrufen bei Polizei und Feuerwehr durch besorgte Bürger der Stadt Iwaki (Präf. Fukushima).

Zeugen berichten von Erschütterungen und einem lauten Geräusch. Die Mehrzahl der Meldungen ging aus dem Bezirk Onahama ein. Eine Untersuchung durch die Feuerwehr konnte jedoch weder die Ursache, noch bauliche Schäden feststellen.

Die Wetterbehörde der Präfektur meldete keine seismische Aktivität, so dass ein Erdstoß als Ursache für den Knall unwahrscheinlich ist. Für die geäußerte Vermutung eines Meteoriteneinschlags gibt es bislang keine Bestätigung. Das berichten Präfekturmedien.

TEPCO testet Müllverbrennungsanlage: Am gestrigen Montag führte TEPCO gegen 16:05 Uhr die Verbrennung von Feststoffen durch. Bei diesem so genannten „heißen Test“ habe es keine Auffälligkeiten gegeben, teilte das Unternehmen mit.

Verschiebung der Freigabe für Minamisoma gefordert: Vertreter einer Bürgerinitiative  trafen sich gestern mit Katsunobu Sakurai, Bürgermeister von Minamisoma und forderten eine Verschiebung der für den 1. April geplanten Aufhebung der Evakuierungsanordnung.

Dies ist nicht überraschend, denn das Gefühl einer nicht ausreichenden Dekontamination, sowie schlechte Infrastruktur mit Handeln, Schulen und medizinischer Versorgung, werden vielfach als Hindernisgründe von Bewohnern genannt. Über die Bitte um einjährigen Aufschub für Minamisoma berichteten Präfekturmedien.

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