Fukushima aktuell: Umstrittene Robotermission für Reaktor 2 geplant

Fukushima aktuell: Umstrittene Robotermission für Reaktor 2 geplant

Einsatz von Roboter trotz Vorbehalten geplant

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Artikelbild - Fukushima-Reaktor 2: Möglicher Coriumfund am 30. Januar 2017 (Foto; TEPCO)
Fukushima-Reaktor 2: Möglicher Coriumfund am 30. Januar 2017 (Foto; TEPCO)

Trotz schwindender Unterstützung für diese Maßnahmen, werden aus Fukushima heute neue Pläne für eine Robotermission in einem Reaktor gemeldet. Ob dieser Einsatz erfolgreicher sein wird als seine Vorgänger, muss sich zeigen.

Die aus Japan aktuell berichteten Details dieser Fukushima News gibt es jetzt im Spreadnews Japan-Ticker vom 22. Mai 2017.

Neue Robotermission in Reaktor 2 geplant

Mit einer sicherlich umstrittenen Entscheidung erregte der Betreiber des AKW Fukushima Daiichi gleich zu Beginn der Woche wieder einmal Aufmerksamkeit. Grund hierfür sind neue Pläne für die Arbeiten innerhalb von Reaktorgebäuden.

Wie TEPCO bekannt gab, habe man bei einem Treffen am Freitag den Entschluss gefasst, erneut einen Roboter durch ein Rohr in den Sicherheitsbehälter von Reaktor 2 zu führen.

Ziel sei es, den Boden des Behälters weiter nach Spuren von geschmolzenen Brennelementen zu untersuchen. Anfang des Jahres waren mögliche Corium-Spuren in Reaktor 2 entdeckt worden.

Im Rahmen dieses neuen Versuchs sollen Verbesserungen bei der Einführung des Roboters Vorteile für den Einsatz bringen.

Dem jetzigen Plan war im Februar der Verlust eines Roboters in Reaktor 2 vorausgegangen, der bei seinem Weg unter dem Druckbehälter aufgrund von Sedimenten auf der Strecke manövrierunfähig wurde.

TEPCO gab in diesem Zusammenhang auch offiziell bekannt, den Einsatz des Roboters aufgegeben zu haben. Das berichteten Präfekturmedien.

Nach den Fehlschlägen waren die technologisch aufwändigen und teuren Einsätze in den Reaktoren kritisiert worden und die japanische Atomaufsichtsbehörde NRA hatte im März sogar eine Einstellung von Robotermissionen erwogen.

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