Fukushima aktuell: Umzug des Kontrollraums der Wasseraufbereitung

Fukushima aktuell: Umzug des Kontrollraums der Wasseraufbereitung

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Artikelbild - AKW Fukushima: Neuer Kontrollraum der Wasseraufbereitung am 17. Mai 2016 (Foto: TEPCO)
AKW Fukushima: Neuer Kontrollraum der Wasseraufbereitung am 17. Mai 2016 (Foto: TEPCO)

Mit der Wiederaufnahme des zivilen Reisanbaus und dem Umzug eines Kontrollraums, gibt es aus dem Gebiet des AKW Fukushima heute zwar positive Meldungen – andererseits sorgt man sich in Japan aktuell um die Pressefreiheit.

Die Details zu den entsprechenden Fukushima News gibt es nun im Spreadnews Japan-Ticker vom 20. Mai 2016.

Unsere Themen zum Wochenende:

  • Umzug des Kontrollraums für die Wasseraufbereitung
  • Treffen zum Medienumgang mit Katastrophen
  • Ziviler Reisanbau in Naraha begonnen

Umzug des Kontrollraums für die Wasseraufbereitung: Seit Dienstag können sich die Arbeiter auf dem Gelände des AKW Fukushima Daiichi über einen besseren Kontrollraum für die Wasseraufbereitungsanlagen freuen.

AKW Fukushima: Beengte Verhältnisse vor dem Umzug (Foto: TEPCO)
AKW Fukushima: Beengte Verhältnisse vor dem Umzug (Foto: TEPCO)

Waren die technischen Vorrichtungen bislang behelfsmäßig in Seefracht-Containern untergebracht, konnten sie nun in deutlich geräumigere und bequemere Einrichtungen im erdbebengesicherten Verwaltungsgebäude umziehen.

Während die eigentlichen Filteranlagen weiterhin an ihren alten Plätzen bleiben, reduziert der Standortwechsel die Strahlungsbelastung für jene Angestellte, die auf Bildschirmen die Vorgänge beobachten.

Über diese Maßnahme berichtete der Kraftwerksbetreiber TEPCO und lieferte diesbezüglich auch einige Aufnahmen, die den neuen Arbeitsplatz dokumentieren.

Treffen zum Medienumgang mit Katastrophen: Bei einer gemeinsamen Konferenz von Medienvertretern wurde der Umgang mit Katastrophen, wie dem Tohoku-Großbeben und der AKW-Krise diskutiert. Insbesondere verschiedene Lokalzeitungen betonten die Wichtigkeit einer langfristigen Berichterstattung.

Folgen wie die so genannten „Einsamen Tode“ in Übergangshäusern und die Suche nach Lagerstätten für radioaktive Dekontaminationsabfälle dürften nicht unter den Tisch fallen.

Veranstalter war der Nationale Rat zur Unterstützung von Ethik in den Massenmedien.

Das Treffen ist von besonderem Interesse, da zuletzt der Präsident von Japans größtem Rundfunkanbieter NHK eine Art „Fügsamkeit“ der Medien gegenüber Regierungsangaben gefordert hatte.

NHK-Präsident Katsuto Momii vertritt die Ansicht, Medien sollten bei Katastrophen grundsätzlich nur auf offizielle Regierungsangaben zurückgreifen um schädliche Gerüchte, welche die Bevölkerung unnötig ängstigen, zu vermeiden.

Über das Treffen berichteten Präfekturmedien.

Ziviler Reisanbau in Naraha begonnen: Am heutigen Freitag begann eine Gruppe von zehn Landwirten mit dem Reisanbau in Naraha – es ist das erste Mal seit der AKW-Katastrophe 2011, dass der Reis nicht zu Testzwecken angepflanzt wird.

Eine Reis-Rispe
Naraha: Erstmals seit Fukushima-Krise wieder ziviler Reisanbau (Symbolfoto: pd)

Nachdem die Evakuierungsanordnung für die Sperrgebietsgemeinde im vergangenen September aufgehoben worden war, wollen die Reisbauern die landwirtschaftliche Nutzfläche von lediglich vier Hektar bis Jahresende auf 20 Hektar ausdehnen.

Nach den erforderlichen Strahlungskontrollen als Teil der Maßnahmen zur Lebensmittelsicherheit, soll der Reis aus Naraha anschließend im freien Handel verkauft werden.

Doch wie klein selbst dieser Fortschritt ist, wird deutlich, wenn man weiß, dass die geplanten 20 Hektar lediglich ein Dreißigstel der ursprünglichen Anbaufläche der Gemeinde darstellt. Über die aktuellen Anbaumaßnahmen in Naraha berichtete die NHK.

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