Start Aktuelles Fukushima aktuell: Unsichere Lagertanks werden ausgetauscht

Fukushima aktuell: Unsichere Lagertanks werden ausgetauscht

2150
0
TEILEN
Artikelbild - AKW Fukushima: Demontage von Bolzentanks, veröffentlicht am 19. Juni 2015 (Video: TEPCO)
AKW Fukushima: Demontage von Bolzentanks, veröffentlicht am 19. Juni 2015 (Video: TEPCO)

Während der Betreiber des AKW Fukushima heute die Demontagearbeiten auf dem Kraftwerksgelände dokumentiert, berichten andere Fukushima News davon, dass bald Firmen im Sperrgebiet tätig werden könnten. Weitere Meldungen nun im Spreadnews Japan-Ticker vom 19. Juni 2015.

Unsere Themen zum Wochenende:

  • Video zur Lagertankdemontage veröffentlicht
  • Unternehmensbetrieb in Sperrgebiet zugelassen
  • Minderheiten sind Thema in Fukushima

Video zur Lagertankdemontage veröffentlicht: Am heutigen Freitag veröffentlichte der Betreiber des Kernkraftwerks Fukushima Daiichi ein Video, auf dem die Demontage alter Lagertanks für radioaktives Wasser zu sehen ist.

Diese Behälter sind nicht fest verschweißt, sondern werden lediglich durch Bolzen zusammengehalten, die mit Dichtungsmaterial abgesichert werden.

Nachdem Korrosion und Abnutzung in der Vergangenheit zu Großlecks an diesen Bolzentanks geführt hatte, begann TEPCO mit der schrittweisen Ersetzung durch verschweißte Lagertanks.

Mit der Demontage der Behälter im Lagertankbereich H2 wurde am 27. Mai begonnen. Die Arbeiten an den Tanks des Lagertankbereichs H1 liefen Anfang Juni an.

Derzeit geht TEPCO davon aus, dass die Arbeiten im Bereich H2 bis kommenden Januar abgeschlossen sind. Für den Lagertankbereich H1 wird ein Abschluss bis September erwartet.

Unternehmensbetrieb in Sperrgebiet zugelassen: Die japanische Regierung gab am heutigen Freitag bekannt, Unternehmen könnten ihre Arbeit in Sperrgebieten wieder aufnehmen.

Den neuen Richtlinien zufolge, ist der Betrieb von Unternehmen in den Sperrgebieten zulässig, sofern sie als unerlässlich für Infrastruktur oder Entsorgung eingestuft werden.

In Gebieten mit eingeschränkter Bewohnbarkeit, soll auch Anbau und Verkauf von landwirtschaftlichen Erzeugnissen, mit Ausnahme von Reis zugelassen werden, sofern eine Genehmigung durch Regierung und Gemeinden erfolgt.

Die Entscheidung ist das Ergebnis einer Überarbeitung bislang geltender Richtlinien unter Berücksichtigung der Notwendigkeiten für den Wiederaufbau der Gebiete und die Bedürfnisse künftiger Rückkehrer.

Über die Regierungsentscheidung berichtete die NHK.

Minderheiten sind Thema in Fukushima: Am heutigen Freitag wurde die Initiative „Vielfalt Fukushima“ vorgestellt. Im Rahmen eines Symposiums sollen Vertreter verschiedener Organisationen für Minderheiten miteinander austauschen.

Zu den vertretenen Minderheiten der Präfektur gehören auch Homosexuelle und Ausländer. Wie die Verantwortlichen mitteilten, habe man durch die Kraftwerkskatastrophe in Fukushima besondere Erfahrung mit Diskriminierung und Ausgrenzung gemacht.

Nun wolle man deutlich machen, wie wichtig es sei, in beiderseitiger Anerkennung zusammenleben zu können. Themen des Symposiums sollen geschlechtliche Gleichberechtigung, Unterstützung von Minderheiten und Probleme von Ausländern sein.

Experten aus verschiedenen Fachgebieten, wie etwa dem Rechtswesen, werden an der Veranstaltung teilnehmen. Hierüber berichteten Präfekturmedien.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here