Fukushima aktuell: Unsichere Lagertanks werden erneut zum Problem

Fukushima aktuell: Unsichere Lagertanks werden erneut zum Problem

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Artikelbild - AKW Fukushima: Bereich mit Tankbehältern am 9. Januar 2012 (Foto: TEPCO)
AKW Fukushima: Bereich mit Tankbehältern am 9. Januar 2012 (Foto: TEPCO)

Nicht alter Wein in neuen Schläuchen, sondern neues Wasser in alten Tank ist die neuste Hürde, die vom AKW Fukushima heute gemeldet wird. Auch weitere Fukushima News sind keineswegs durchweg positiv.

Welche Probleme den Betreiber TEPCO heute gepackt halten, erfährt man nun im Spreadnews Japan-Ticker vom 4. März 2016.

Unsere heutigen Themen zum Wochenende:

  • Umstrittene Entscheidung für unsichere Lagertanks
  • Erster Testlauf der Verbrennungsanlage abgeschlossen
  • Unterirdischer Wassertank beschäftigt TEPCO

Umstrittene Entscheidung für unsichere Lagertanks: TEPCO hat den Anstieg der täglich anfallenden Abwässer aufgrund der neuen Arbeiten offenbar unterschätzt und kann nicht mehr ausschließlich die verschweißten Behälter zur Einlagerung nutzen.

Daher traf das Unternehmen am Donnerstag die Entscheidung, die als unsicher geltenden Lagertanks mit Flansch weiterhin verwenden zu wollen. Die geplante Abschaffung dieser Behälter verzögert sich hierdurch.

Aufgrund der hohen Tritiumkonzentration einiger Abwässer sei es nicht möglich, diese ausreichend zu filtern, um eine Verklappung in das Meer bieten zu können. Eine effektive Methode zur Filterung von Tritium gibt es noch nicht, so dass die Einlagerung erforderlich ist.

Externe Experten und die Atomaufsichtsbehörde kritisierten TEPCO für die Entscheidung. Die vergangenen Jahre hätten schließlich bereits gezeigt, das Bolzentanks und solche mit Flansch nicht die benötigte Sicherheit bei der Lagerung radioaktiver Abwässer bieten würden.

TEPCO hatte geplant, langfristig nur noch fest verschweißte Stahlbehälter zu verwenden. und die als unsicher geltenden Modelle schrittweise auszumustern. Der bisherige Zeitplan verschiebt sich somit und die kritischen Tanks könnten weitaus länger genutzt werden, als vorgesehen.

Über die Verzögerung bei der Abschaffung der unsicheren Behälter für kontaminiertes Wasser berichteten Präfekturmedien.

Im Juli 2014 hatten bereits andere Maßnahmen, etwa die Wiederverwendung von Lagertanks für Kritik gesorgt. TEPCO hatte die Bedenken zurückgewiesen und versprochen, ab September 2014 auf verschweißte Lagertanks umzusatteln.

Erster Testlauf der Verbrennungsanlage abgeschlossen: TEPCO machte am heutigen Freitag aktuelle Angaben über den Verlauf der Müllverbrennung von Schutzkleidung und anderen kontaminierten Abfällen.

Demnach wurde dieser so genannte „Heiße Test“ erfolgreich absolviert und es wurden keine Auffälligkeiten festgestellt. Das berichtete der Kraftwerksbetreiber.

Unterirdischer Wassertank beschäftigt TEPCO: Die gestiegenen Strahlungswerte eines Grundwasspostens an einem der unterirdischen Lagertanks, sorgte bereits gestern für erhöhte Wachsamkeit beim Betreiber des AKW Fukushima.

Nun wurden an mehreren Grundwasserkontrollbrunnen ein Anstieg der Betastrahler bis zu 340 Becquerel pro Liter nachgewiesen. So stieg beispielsweise an Posten A17 der Wert von 89 auf 240 Becquerel pro Liter.

Hinweise auf Schäden am unterirdischen Lagerbehälter gäbe es weiterhin nicht, zumal die Werte vergleichsweise niedrig sind, im Vergleich zu jenen Werten, die aus dem Behälter zu erwarten wären. Über den Anstieg berichtete TEPCO.

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