Fukushima aktuell: Unterschlagung von Lohnzahlungen dauert an

Fukushima aktuell: Unterschlagung von Lohnzahlungen dauert an

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Artikelbild - Fukushima-Arbeiter vor Transport zum Arbeitsplatz am 7. Oktober 20111 (Foto: TEPCO)
Weitere Verstöße gegen Rechte der Fukushima-Helfer (Foto: TEPCO)

Hilfsbereitschaft zahlt sich nicht immer aus, insbesondere wenn es um die Auszahlung von Lohn geht. So könnte man die Gedanken zu den aktuellen Fukushima News zusammenfassen. Allerdings gibt es aus der Präfektur Fukushima heute auch noch weitere Themen, bei denen jedoch TEPCO zur Kasse gebeten werden soll.

Die Details gibt es nun im Spreadnews Japan-Ticker vom 3. November 2011.

Unsere heutigen Themen im Überblick:

  • Weitere Arbeitsrechtsverstöße bei Stilllegungsarbeiten
  • Verbrennung von Wildschweinkadavern aus Sperrgebiet

Weitere Arbeitsrechtsverstöße bei Stilllegungsarbeiten: Bei den Arbeiten im Zuge der Stilllegung des AKW Fukushima Daiichi, kommt es weiterhin zu arbeitsrechtlichen Verstößen.

Allein im Zeitraum April bis September seien bei Kontrollen 146 Verstöße festgestellt werden. Damit steigt die Gesamtzahl der Verstöße seit den Tohoku-Katastrophen auf insgesamt 619 Fälle.

Bei der Kontrolle von 177 Unternehmen in diesem Zeitraum wurden 99 Firmen der Verletzung  geltender Vorschriften beschuldigt. Die Gesamtzahl betroffener Unternehmen seit den Tohoku-Katastrophen steigt auf 408 Fälle.

Bei dem Großteil der Fälle handelt es sich um Finanzdelikte, etwa die Unterschlagung von Zusatzzahlungen, die Bezahlung von Überstunden und ähnliches.

Positiv merkt die Agentur für Arbeitssicherheit aber an, das zumindest die Verletzungen im Bereich der Arbeitssicherheit und der Gesundheitsgefahren zurückgegangen sei. Dies lasse auf ein verbessertes Bewusstsein beim Kraftwerksbetreiber TEPCO und den Partnerunternehmen schließen.

Da es jedoch immer noch mehr als 100 Verstöße in diesen Bereichen gab, werde man sich weiter bei den Unternehmen um Einhaltung der Standards bemühen. Das berichten Präfekturmedien.

In der jüngsten Vergangenheit hatten die Straftaten von Dekontaminationsarbeitern und die Verstöße bei der Beschäftigung der Dekontaminationskräfte für Aufsehen gesorgt.

Verbrennung von Wildschweinkadavern aus Sperrgebiet: Wildschweine richteten in der Vergangenheit schwere Schäden in Gebäuden des Sperrgebiets um das AKW Fukushima Daiichi an. Dies führte zur Tötung der Tiere – und dem Problem der Kadaverentsorgung.

Nun wurde auf dem Gelände der Stadt Soma und der Ortschaft Shinchi (Präf. Fukushima) mit dem Bau von Verbrennungsöfen für die Tierkadaver begonnen. Das Gebet für den sicheren Bau der Anlage fand unter Anwesenheit von Bürgermeister Hidekiyo Tachiya statt.

Um den Sorgen vor einer möglichen Freisetzung von radioaktivem Material zu begegnen, sollen Filter eingesetzt und monatlich die Messwerte der Verbrennungsöfen auf der Webseite veröffentlicht werden.

Der Bau wurde erforderlich, nachdem private Haustierkrematorien mit der Menge der Tiere überfordert wären.

Da ein direkter Zusammenhang zwischen den Wildschweinen und der Kraftwerkskatastrophe gesehen wird, will man vom AKW-Betreiber TEPCO die  Übernehme der Betriebskosten verlangen. Die Anlage soll im kommenden April in Betrieb gehen. Das berichten Präfekturmedien.

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