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Fukushima aktuell: Ursache für ALPS-Ausfall gefunden

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Artikelbild - AKW Fukushima: Undichte Stelle des ALPS-Filters am 9. April 2014 (Foto: TEPCO)
AKW Fukushima: Undichte Stelle des ALPS-Filters am 9. April 2014 (Foto: TEPCO)

Während die Einleitung radioaktiver Abwässer noch mindestens einen Monat lang auf sich warten lassen wird, konnte TEPCO aktuell Erfolge am ALPS-Filtersystem melden.  Somit hat der Betreiber des AKW heute vorerst positive Schlagzeilen gemacht. Ob sich diesese Entwicklung halten wird ist allerdings unklar.

Die Meldungen nun im Spreadnews Japan-Ticker vom 10. April 2014.

Unsere heutigen Themen:

  • TEPCO entdeckt Ursache für ALPS-Panne
  • Umleitungssystem für Grundwasser kontrolliert
  • Kein akustischer Alarm bei Lagertankproblem
  • Sicherheitsprüfung des AKW Sendai könnte im Juni abgeschlossen werden

TEPCO entdeckt Ursache für ALPS-Panne: Wie das Unternehmen am gestrigen Mittwoch bekannt gab, ist die Ursache für den Ausfall des Multinuklid-Filtersystems ALPS im März 2014 ermittelt. Offenbar ist ein beschädigter Filter für die Einleitung von kontaminiertem Wasser in Behälter für gefiltertes Wasser verantwortlich.

Der Betreiber erklärte nun, in dem Filter, der dazu dient, kontaminiertes und bereits gefiltertes Wasser voneinander zu trennen, sei ein sechs Zentimeter messendes Stück des abdichtenden Harzmaterials abgeblättert. Durch den entstandenen Spalt könnte es dann zur ungewollten Vermischung gekommen sein.

TEPCO räumte ein, das auch in den beiden anderen Einheiten der Filteranlage ein identisches Filtermodell genutzt werde, so dass dort theoretisch ähnliche Probleme auftreten könnten.

AKW Fukushima: Der betroffene ALPS-Filter am 9. April 2014 (Foto: TEPCO)
AKW Fukushima: Der betroffene ALPS-Filter am 9. April 2014 (Foto: TEPCO)

Das Unternehmen kündigte an, die Einheiten zu überprüfen. Neben TEPCO berichtete auch die NHK am gestrigen Mittwoch.

Anfang des Monats hatte der Kraftwerksbetreiber in einer Pressekonferenz bereits die Vermutung geäußert, ein Filterschaden könne ursächlich sein, jedoch darauf verwiesen, den entsprechenden Teil der ALPS-Anlage, aufgrund dessen hoher Radioaktivität, noch nicht reinigen und untersuchen zu können.

Umleitungssystem für Grundwasser kontrolliert: Am gestrigen Mittwoch besichtigte eine Reihe von Experten und Vertretern örtlicher Behörden, das neu gestartete System zur Umleitung von Grundwasser. Die Anlage soll Grundwasser aus dem Gebirge in Spezialtanks umleiten und so verhindern, dass es durch radioaktives Wasser kontaminiert wird.

Nach einer einmonatigen Prüfung soll das Grundwasser dann in den Pazifik verklappt werden.

Im Rahmen der Kontrolle wurden Fragen zur unabhängigen Aufsicht durch Dritte gestellt und Sicherheit als oberste Priorität genannt. Aus diesem Grund sei auch die Untersuchungs von Meereslebewesen und Meeresprodukten sinnvoll, um mögliche Auswirkungen der künftigeren Maßnahmen beurteilen zu können. Dies berichtete die NHK.

Kein akustischer Alarm bei Lagertankproblem: Am Dienstag berichteten wir über den Fehlalarm eines Wasserstandsanzeigers, der sich gegen 9:30 Uhr ereignet hatte.

AKW Fukushima: Inspektion und Kontrollgang an den Wassertanks (Foto: TEPCO)
AKW Fukushima: Inspektion und Kontrollgang an den Wassertanks (Symbolfoto: TEPCO)

Die Anzeige hatte Fühlhöhenschwankungen angezeigt, die jedoch gar nicht aufgetreten waren.

Nun wurde bekannt, dass die anschließende Kontrolle um 11:30 Uhr verspätet erfolgte, da kein akustischer Alarmton die Angestellten zeitgleich informiert hatte.

Eine Untersuchung ergab, dass der Alarmton offenbar auch bei einem tatsächlichen Sinken des Wasserpegels nicht ertönt wäre.

Somit hätte es unbemerkt zu einem Leck kommen können.

Die Ursache hierfür sei unbekannt, man bemühe sich jedoch, die Ursache zu ermitteln, teilte Kraftwerksbetreiber TEPCO nach Angaben von Präfekturmedien mit.

Sicherheitsprüfung des AKW Sendai könnte im Juni abgeschlossen werden: Nachdem Kyushu Electric, Betreiber des AKW Sendai, am heutigen Donnerstag bekannt gab, der Atomaufsichtsbehörde NRA gegen Ende des Monats ergänzende Dokumente zur Sicherheitseinschätzung zukommen zu lassen, verbessern sich die Neustartchancen.

Die Reaktoren 1 und 2 werden derzeit im Rahmen der Sicherheitskontrollen der NRA untersucht und so könnte, nach einmonatiger Einholung der öffentlichen Meinung bereits Ende Juni ein erster Bericht vorliegen. Die Sicherheitsprüfung ist Voraussetzung für eine spätere Genehmigung zum Neustart.  Hierüber berichtete die jiji.

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