Fukushima aktuell: Verkauf von Regionalprodukten weiterhin schwierig

Fukushima aktuell: Verkauf von Regionalprodukten weiterhin schwierig

"Reine Werbekampagnen nicht ausreichend"

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Artikelbild - Lebensmittel auf dem Ameyoko in tokyo (Foto: Coypright by KJ)
Expertenlob für Umgang mit Lebensmitteln aus Fukushima (Symbolfoto: Copyright by KJ)

Auch wenn die Kraftwerkskatastrophe mehr als fünf Jahre zurückliegt, sind die Folgen für Lebensmittelbetriebe der Präfektur Fukushima heute noch weitreichend. Mangelndes Vertrauen der Verbraucher belastet Produzenten und Händler.

Während Japan aktuell den nationalen „Tag des Sports“ begeht, gibt es weitere Fukushima News im Spreadnews Japan-Ticker vom 10. Oktober 2016.

Unsere heutigen Themen zum Wochenbeginn:

  • Kauf von Fukushima-Produkten soll attraktiver gemacht werden
  • Alarm an Leckdetektor einer Wasserleitung
Kauf von Fukushima-Produkten soll attraktiver gemacht werden

Am vergangenen Freitag kamen Masahide Imamura, der Minister für Wiederaufbau und weitere Regierungsvertreter zu einem Treffen zusammen, um über die Förderung von Lebensmitteln aus der Präfektur Fukushima zu beraten.

Sowohl lokal hergestellte, als auch verarbeitete Produkte müssen aufgrund der Ablehnung durch Kunden häufig unter Wert verkauft werden, um für den potentiellen Käufer von Interesse zu sein.

Minister Imamura betonte, dass eine reine Werbekampagne nicht ausreichend sei. Vielmehr müsse ein gezielter Kaufanreiz, beispielsweise durch ein Bonuspunkte-System gesetzt werden. Die Regierung soll nun eine passende Strategie entwickeln.

Über diese Pläne berichtete die NHK.

International versucht die Regierung durch PR-Aktionen, seit einigen Jahren die Akzeptanz für Lebensmittel aus Fukushima zu erhöhen und in der Tat haben einige Staaten ihre Importverbote mittlerweile ganz oder teilweise aufgehoben.

Zu Beginn des Jahres hatte auch die Europäische Union eine Lockerung der Einfuhrbeschränkungen für japanische Lebensmittel beschlossen – inklusive Produkten aus der Präfektur Fukushima, sofern die Grenzwerte eingehalten werden.

Alarm an Leckdetektor einer Wasserleitung

Am heutigen Montagmorgen kam es an Reaktorgebäude 3 zum Alarm eines Leckdetektors, der auf ein Wasserleck an einer Transferleitung hinwies.

Zwar endete der Alarm kurz darauf von selbst wieder, dennoch wurden vorsichtshalber die Verbindungsleitungen der Reaktoren 1 und 2 mit der  Müllverbrennungsanlage zunächst gesperrt.

Eine Untersuchung vor Ort war aufgrund einer Abdeckung nicht unmittelbar möglich, jedoch ergab eine Kontrolle der Warngeräte im Umkreis keinerlei Hinweise auf einen tatsächlich stattgefundenen Wasseraustritt.

Aus diesem Grund wurde der Wassertransfer am Nachmittag wieder aufgenommen. Nach Angaben von TEPCO gab es bislang keine weiteren Störungen, so dass von einem Fehlalarm auszugehen ist.  Nun will das Unternehmen die mögliche Ursache ermitteln.

 

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