Start Aktuelles Fukushima aktuell: Verkauf von Reis aus Sperrgebiet denkbar

Fukushima aktuell: Verkauf von Reis aus Sperrgebiet denkbar

1678
0
TEILEN
Artikelbild - Reispflanze (Foto: gengenHDR, cc-by)
Kontrollen von Fukushima-Reis: Suche nach mehr Kosteneffizienz durch neues Konzept (Symbolfoto: gengenHDR, cc-by)

Während TEPCO durch den Verkauf von Uran versuchen will Kosten zu senken, sind aus dem Sperrgebiet um das AKW Fukushima heute Überlegungen zum Reisverkauf zu hören. Diese Fukushima News, sowie weitere Meldungen jetzt im Spreadnews Japan-Ticker vom 18. Mai 2015.

Unsere Themen zu Wochenbeginn:

  • Testanbau von Sperrgebiets-Reis für Verkaufszwecke
  • Videoaufnahmen aus Reaktor 1 veröffentlicht
  • Wasserspuren an weiteren HIC-Behältern

Testanbau von Sperrgebiets-Reis für Verkaufszwecke: Am heutigen Montag beteiligten sich etwa 20 Personen an einer Reispflanzungsaktion in Namie. Sollte der auf 1,3 Hektar ausgebrachte Reis die Sicherheitswerte einhalten, wird ein Verkauf erwogen.

Auf den Reisfeldern in Bezirk Sakata war bereits im vergangenen Jahr erfolgreich Reis angebaut worden, der anschließend in Kantinen von Regierungsgebäuden in Tokyo serviert, jedoch nicht in den freien Handel gebracht wurde.

Sollte die diesjährige Pflanzung ebenfalls die Grenzwerte einhalten, erwägt die Gemeindeverwaltung in Zusammenarbeit mit einer Landwirtschaftskooperative den freien Verkauf der Reisernte – auch um Vorbehalten in der Bevölkerung gegenüber Fukushima-Produkten zu begegnen.

Eine Aufhebung des Evakuierungsstatus ist für März 2017 vorgesehen und Bürgermeister Tamotsu Baba, der sich an den Arbeiten beteiligte, hofft durch den Anbau von verkehrsfähigem Reis einen Anreiz für die Rückkehr zu bieten. Hierüber berichtete die NHK.

Videoaufnahmen aus Reaktor 1 veröffentlicht: Am Freitag vergangener Woche erklärte Kraftwerksbetreiber TEPCO, man habe Videomaterial aus Reaktor 1 veröffentlicht, das mehrere hundert Stunden umfasse.

Die Aufnahmen stammen vom April und wurden von zwei Robotern im Inneren des Sicherheitsbehälters gemacht.

Zu sehen sind dabei Bleiplatten, die offenbar bei der Kernschmelze vom März 2011 herabgestürzt waren, sowie Trümmer und Schutt, die sich um diese Stellen herum auftürmen.

Auf dem Weg zum unteren Bereich des Behälters habe man dagegen keine schweren Schäden feststellen können. Dennoch sind weitere Untersuchungen im unteren Bereich geplant, um nach Spuren zusammengeschmolzener Brennelemente zu suchen.

Auch an den Reaktoren 2 und 3 sind weitere Robotereinsätze geplant. Während die Maẞnahme an Reaktor 2 bereits im August begonnen werden soll, ist mit dem Einsatz an Reaktor 3 frühestens im Herbst zu rechnen.

Über die Bekanntgabe des Kraftwerksbetreibers berichtete die NHK.

Wasserspuren an weiteren HIC-Behältern: Nach der Entdeckung von radioaktivem Wasser auf dem Deckel von HIC-Behältern, waren bereits Kontrollen an weiteren Tankgruppen auf dem Gelände durchgeführt worden. Diese Behälterkontrollen verliefen zunächst ergebnislos.

Die Untersuchung von 683 Behältern, die sich im Lagergebäude des Cäsium-Adsorptionsturms befinden, läuft derzeit noch. Mit Stand vom 14. Mai wurden dort 157 Behältergruppen kontrolliert – und bei fünf Gruppen weitere Wasseransammlungen festgestellt.

Die Untersuchung der verbleibenden 526 Behältergruppen, werde nach Angaben von TEPCO weitergeführt. Dies berichtete der Elektrizitätsanbieter.

Im Dezember 2012 hatte TEPCO die Sicherheitstest der HIC-Behälter („High Integrity Container“) bekannt gegeben und entsprechende Aufnahmen veröffentlicht.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here