Start Aktuelles Fukushima aktuell: Veröffentlichung weiterer Dokumente gefordert

Fukushima aktuell: Veröffentlichung weiterer Dokumente gefordert

3070
0
TEILEN
Artikelbild - Fukushima-Reaktor 1: Eine Woche nach der Katastrophe (Foto: TEPCO)
Fukushima-Reaktor 1: Brennelemente-Suche verlief erfolglos (Symbolfoto: TEPCO)

Während die am AKW Fukushima heute durchgeführte Verklappung schon Teil der Routine auf der Kraftwerksanlage zu werden scheint, gibt es mit einem Rückschlag für geplante Reaktor-Neustarts und der Forderung nach weiterer Aufklärung auch aktuelle Fukushima News – und wie üblich im Spreadnews Japan-Ticker vom 5. August 2014.

Unsere heutigen Themen:

  • Forderung nach Veröffentlichung von Yoshida-Dokumenten
  • Grundwasserverklappung an AKW Fukushima
  • Neustart des AKW Sendai frühestens im Winter

Forderung nach Veröffentlichung von Yoshida-Dokumenten: Betroffene der Fukushima-Katastrophe fordern von der Regierung die Freigabe von Dokumenten, die bei der Befragung des früheren Kraftwerksleiters Masao Yoshida entstanden waren. Eine Anfrage unter Berufung auf die Informationsfreiheitsregelung wurde am heutigen Dienstag abgelehnt.

Yoshida hatte in einem Schreiben festgelegt, seine Aussagen nicht Dritten zugänglich zu machen, da er über mögliche Erinnerungsfehler besorgt sei. Die Regierung hielt zunächst die Identität und die Aussagen anderer Personen, die zum Ablauf der Katastrophe befragt worden waren, ebenfalls zurück und hatte erklärt, das Material nur mit deren Einverständnis zu veröffentlichen.

Während einige der Befragten, wie Ex-Premier Naoto Kan und der frühere Chefkabinettssekretär Yukio Edano, ihr Einverständnis zur Veröffentlichung ihrer Aussagen gaben und die Asahi Shimbun, Artikel basierend auf den Inhalten herausgab, steht die gänzliche Veröffentlichung aller Befragungen immer noch aus.

Der Rechtsanwalt der Fukushima-Opfer drängt nun auf die Veröffentlichung des noch zurückgehaltenen Materials und erklärte, die Preisgabe an Dritte zu untersagen, schädige das Vertrauen in die Untersuchungskommission und die Aufklärung des Kraftwerksunglücks.  Nun wolle man vor einem Gericht in Tokyo auf die Aufhebung der Verschlussregelung klagen. Das berichtete die Kyodo.

Grundwasserverklappung an AKW Fukushima: Um 10:00 Uhr begann TEPCO auf dem Gelände des AKW Fukushima Daiichi mit einer weiteren Grunwasserentsorgung. Bei der Maßnahme, die ohne Störungen bis 18:00 Uhr erfolgreich abgeschlossen werden konnte, wurden 2.007 Tonnen an umgeleiteten Grundwasser in den Pazifik geleitet.

Durch die Grundwasserumleitung soll sowohl ein Anstieg des Grundwasserpegels auf dem Kraftwerksgelände, als auch eine Kontamination mit Reaktorwasser und dessen unkontrollierter Austritt in das Meer bekämpft werden. Bei zwei Zwischenberichten zeigte sich jedoch, dass die Grundwasserumleitung bislang erfolglos ist.

Neustart des AKW Sendai frühestens im Winter: Wie die Betreiberfirma Kyushu Electric Power am heutigen Dienstag mitteilte,werde man das AKW Sendai nicht wie geplant im Herbst wieder hochfahren können. Grund hierfür sind ausstehende Dokumente zur Sicherheitsbeurteilung, die der Atomaufsichtsbehörde NRA vorgelegt werden müssen.

Dies werde jedoch erst Ende September der Fall sein, da die Ausweitung der Sicherheitsmaßnahmen aufgrund der strengeren Vorgaben mehr Zeit in Anspruch nimmt, als ursprünglich vom Unternehmen eingeplant. Dies berichtete die Kyodo.

 

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here