Start Aktuelles Fukushima aktuell: Virtueller Rundgang über das AKW-Gelände

Fukushima aktuell: Virtueller Rundgang über das AKW-Gelände

Online-Bus-Tour bietet Informationen zur Lage am AKW

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Artikelbild - Video-Tour
TEPO bietet online die Video-Tour "Inside Fukushima Daiichi" (Screenshot: Copyright by TEPCO)

Mit einem neuen Angebot eröffnet der Betreiber des AKW Fukushima heute die Möglichkeit, neben den schriftlichen Schilderungen, auch einen visuellen Eindruck von den Arbeiten vor Ort zu bekommen.

Weitere Fukushima News befassen sich mit verloren gegangenen Dosimetern bei Kindern. Hintergründe zu beiden Fällen gibt es jetzt im Spreadnews Japan-Ticker vom 29. März 2018.

Unsere heutigen Themen im Überblick:

  • TEPCO bietet virtuelle Tour über Kraftwerksgelände in Fukushima
  • Dosimeter von Kindern in Koriyama verloren gegangen
TEPCO bietet virtuelle Tour über Kraftwerksgelände in Fukushima

Der Betreiber des AKW Fukushima Daiichi bietet den Besuchern der Webseite seit heute die Möglichkeit, an einer virtuellen Tour über das Gelände teilzunehmen und sich dabei über den aktuellen Stand der Lage zu informieren.

Unter dem Namen „Inside Fukushima Daiichi“ werden Videos einer Busfahrt, die an Google StreetView erinnert, für die Präsentation genutzt. Dazu erhält man (auf Japanisch) Begleitinformationen in Sprache und Text durch die Betreiberfirma TEPCO.

Dabei werden je nach Standort, auch die entsprechenden Strahlungswerte angezeigt, die zuvor in Echtzeit erfasst wurden. Die für das Video verwendeten Daten stammen vom 22. März 2018.

Dabei ist es möglich, unterschiedliche Routen auf dem Gelände zu wählen. Die Aktualität der verwendeten Aufnahmen zeigt sich beispielsweise an den Außenaufnahmen von Reaktorgebäude 3.Dazu gibt es weitere schriftliche Informationen.

Insgesamt eine durchaus interessante Selbstdarstellung des Unternehmens und seiner Arbeit.

Dosimeter von Kindern in Koriyama verloren gegangen

Wie die Stadtverwaltung Koriyama am gestrigen Mittwoch bekannt gab, gingen 15 der 31 Dosimeter, die zur Strahlungsmessung an 3-5 Jahre alte Kinder von Vorschuleinrichtungen verteilt worden waren, vor der Auswertung verloren.

Die eingesammelten Geräte, auf denen die Namen der Kinder und der Vorschule vermerkt waren, wurden von den Eltern mit einem speziellen Beutel eingesammelt und dann durch einen Botendienst an das Auswertungsinstitut geschickt.

Als ein Unternehmen die Messergebnisse am 8. März erhielt, wurde dabei festgestellt, dass 15 der 31 Geräte fehlten. Trotz einer Anordnung der Stadt an alle beteiligten Unternehmen nach den Glasdosimetern zu suchen, wurden sie nicht wieder aufgefunden.

Die genauen Umstände, an welchem Punkt der Maßnahme die Geräte abhanden kamen, bleiben ungeklärt. Vertreter der Behörden und Unternehmen entschuldigten sich heute im Rahmen einer Pressekonferenz öffentlich.

Bislang sei noch kein Fall bekannt geworden, in dem die persönlichen Informationen missbraucht wurden und man werde alles tun, um eine Wiederholung derartiger Ereignisse zu verhindern.

Selbst wenn jetzt noch eines der verloren gegangenen Dosimeter aufgefunden wird, wären seine Daten für eine statistische Auswertung nicht mehr brauchbar. Über dieses Ereignis berichteten Präfekturmedien.