Fukushima aktuell: Vorbereitungen auf Robotereinsatz in Reaktor 2

Fukushima aktuell: Vorbereitungen auf Robotereinsatz in Reaktor 2

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Artikelbild - AKW Fukushima: Behälter der Maschine zur Sedimententfernung (Foto: Copyright by IRID/Toshiba Corp.)
AKW Fukushima: Behälter der Maschine zur Sedimententfernung (Foto: Copyright by IRID/Toshiba Corp.)

Während der Flughafen Berlin Brandenburg (BER) immer noch seiner Fertigstellung harrt, laufen am AKW Fukushima heute die Vorbereitungen für einen Robotereinsatz, der bereits vor drei Jahren durchgeführt werden sollte.

Ob demnächst die Fukushima News von einer erfolgreichen Durchführung berichten, bleibt natürlich abzuwarten. Die aktuellen Informationen gibt es – ganz ohne Wartefrist – jetzt im Spreadnews Japan-Ticker vom 23. Januar 2017.

Unsere heutigen Themen zum Wochenbeginn:

  • Vorbereitungen auf Robotereinsatz
  • Universität Fukushima will AKW-Touren für Studenten etablieren
  • Mehrere Regenwasserlachen in Pumpenraum
Vorbereitungen auf Robotereinsatz

Der Kraftwerksbetreiber TEPCO veröffentlichte heute Material, dass die Vorbereitungen für den Einsatzes eines Skorpionroboters im Sicherheitsbehälter von Reaktor 2 zeigt.

Die zunächst für August 2015 geplanten Arbeiten waren immer wieder verschoben worden, so dass sich massive Verzögerungen beim Robotereinsatz in Reaktor 2 ergeben hatten.

So war die Durchführung zunächst durch ein Hindernis für den Roboter und später durch das extrem hohe Strahlungsniveau behindert worden. Jetzt will man es erneut versuchen.

Anlässlich der aktuellen Vorbereitungen wurde das  geplante Vorgehen erklärt. Demnach soll ein Führungsrohr zum Einsatz kommen, dass den Weg der eingesetzte Geräte erleichtert.

Als erster Schritt wird zunächst eine Kamera eingeführt, um die Strecke und damit den künftigen Weg des Roboters begutachten zu können. Damit könnten erste Blicke auf die geschmolzenen Brennelemente möglich werden.

Abhängig vom Ergebnis der Kamerauntersuchung wird eine Reinigung durch Einsatz eines Hochdruck-Wasserstrahls geplant. Auch das Wegkratzen von Ablagerungen wäre möglich, um den Weg frei zu machen.

Bei der Durchführung der Arbeiten hat man nach Angaben der Betreiberfirma aus bisherigen Erfahrungen bei der Verwendung von Robotern und Kameras gelernt.

Nachdem ein Kameraeinsatz in Reaktor 1 aufgrund der starken Strahlungseinwirkung keine verwertbaren Bilder lieferte, setzt man nun auf eine robustere Kamera.

Dann soll – sofern möglich – der eigentliche Skorpionroboter zum Einsatz kommen, der dann Aufnahmen aus dem Inneren des Sicherheitsbehälters von Reaktor 2 liefern soll. Das berichtete TEPCO.

Universität Fukushima will AKW-Touren für Studenten etablieren

Die Universität Fukushima will ihr Tour-Projekt am AKW Fukushima Daiichi für Studenten im neuen Fiskaljahr ausdehnen, um das Verständnis für den gegenwärtigen Zustand zu verbessern und berufliches Engagement in diesem Bereich zu verbessern.

Damit sind sowohl direkte Unterstützung – etwa das künftige Ingenieure an den Arbeiten teilhaben – als auch indirekte Unterstützung, beispielsweise durch künftige Verwaltungsbeamte, die sich für die Bewältigung der Folgen engagieren.

An der nächsten Tour sollen etwa 20 Studenten teilnehmen, deren Forschungsgebiete sich mit Themen wie Strahlung und Dekontamination befassen.

Das Projekt wird vom Ministerium für Bildung, Kultur, Sport, Wissenschaft und Technologie (MEXT) gefördert, da man sich durch die neue Generation an Experten und Beamten eine Beschleunigung der Stilllegungsarbeiten an den Reaktoren erhofft.

Auch hofft man, durch die verbesserten Kenntnisse der Studenten, auch fehlerhafte Vorstellungen über den Zustand der Präfektur Fukushima korrigieren zu können.

Nach Angaben von TEPCO haben bislang etwa 26.000 Personen das Gelände des Kernkraftwerks Fukushima Daiichi besucht – sei es zu Inspektionen, Presse-Berichterstattungen, oder Besichtigungen (Stand September 2016).

Über die Zukunftspläne berichteten Präfekturmedien.

Mehrere Regenwasserlachen in Pumpenraum

Am Sonntag entdeckte ein Angestellter eines Partnerunternehmens gegen 8:46 Uhr bei einem Kontrollgang mehrere Wasserlachen im Pumpenraum in der Nähe des Lagertankbereiches G4.

Eine Prüfung durch einen Vorgesetzten wies jedoch keine Lecks an den Wasserleitungen in der Nähe der Lachen nach. Eine Analyse des Wassers ergab keine Belastung über der Umgebungsradioaktivität.

Daher geht das Unternehmen davon aus, dass es sich um Regenwasser handelt, dass durch einen Kabelschacht hineingelangt war. Das Wasser wurde aufgewischt und weitere Auffälligkeiten konnten nicht festgestellt werden.

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