Fukushima aktuell: Waldbrände im AKW-Sperrgebiet

Fukushima aktuell: Waldbrände im AKW-Sperrgebiet

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Präfektur Fukushima: Waldbrände in Nähe des AKW (Foto: Copyright by Andreas Teic

Wichtige Ereignisse nehmen keinen Rücksicht auf Urlaubswünsche und so sorgen Waldbrände in Fukushima heute für Schlagzeilen. Da es sich um ein Gebiet in der Nähe des AKW handelt, sind diese Fukushima News auch für unsere Leser von Interesse.

Einzelheiten, wie die Waldbrandsituation in Fukushima aktuell aussieht, gibt es nun im Spreadnews Japan-Ticker vom 1. Mai 2017.

Waldbrände im AKW-Sperrgebiet um Namie

Am Wochenende brachen Waldbrände im Sperrgebiet des AKW Fukushima Daiichi aus und betreffen ein Gebiet, dass sich gerade einmal zehn Kilometer nordwestlich vom Kernkraftwerk entfernt befindet.

Auch am Montag waren sie trotz massiver Einsätze von Feuerwehr und Militär noch nicht unter Kontrolle.

Die Waldbrände wurden am Samstag in einem Gebiet, das zur Ortschaft Namie gehört, entdeckt. Es befindet sich in jene Zone um das AKW Fukushima Daiichi, die aufgrund hoher Strahlungswerte als „langfristig unbewohnbar“ eingestuft wurde.

Nachdem die Löscharbeiten der Feuerwehr Futaba am Sonntag noch nicht abgeschlossen werden konnten, wurden auch Bodentruppen der Selbstverteidigungsstreitkräfte (GSDF) zum Löscheinsatz angefordert.

Die Arbeiten wurden bei Sonnenuntergang unterbrochen, jedoch am nächsten Tag wieder aufgenommen. Seit Sonntagmorgen sind Helikopter aus den Präfekturen Fukushima, Miyagi und Gunma im Einsatz.

Am Sonntag verbesserte sich die Situation aufgrund der Löschmaßnahmen zunächst, jedoch flammten die Brände aufgrund starker Winde wieder auf. Schließlich wurden auch Helikopter der Selbstverteidigungsstreitkräfte eingesetzt.

Nach Angaben der Präfekturleitung gibt es bislang keine Hinweise auf einen Anstieg der Radioaktivität an den Messposten vor Ort. Der Kraftwerksbetreiber TEPCO äußerte sich bislang nicht.

Offiziellen Meldungen zufolge, sind bislang mehr als zehn Hektar Waldfläche abgebrannt. Bis Sonntag gab es noch keine Berichte über verletzte.

Aktualisierung vom Montag

Das Vordringen zu den Brandherden ist aufgrund der gebirgigen Lage schwierig und ein Löschteam, dass über Bergstraßen anrückte, musste sich aufgrund der heftigen Winde zurückziehen.

Als Ursache geht man mittlerweile von einer natürlichen Ursache aus, da laut Angaben des meteorologischen Instituts am Samstag nach 16:00 Uhr im Gebiet von Namie schwere Gewitter mit Blitzen aufgetreten waren. Auch die Feuerwehr Futaba vermutet Blitzschlag als Ursache für das Feuer.

Nicht zuletzt aufgrund von Regenfällen scheint die Situation sich  etwas zu entschärfen. Mittlerweile sind etwa 20 Hektar abgebrannt. Über die Ereignisse berichteten NHK und Präfekturmedien.

Sollten die Ereignisse einen dramatischen Verlauf nehmen, werden wir unsere Leser natürlich umgehend informieren.

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