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Fukushima aktuell: Wartungsmängel führten zu Rekordleck

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AKW Fukushima: Falsch verlegter Druckschlauch am 29. Mai 2015 (Foto: TEPCO)

Das aktuelle Großleck war nicht nur die Folge eines technischen Defekts. Das räumte der Betreiber des AKW Fukushima heute ein. Tatsächlich spielten mehrere Faktoren eine Rolle. Einzelheiten zu diesen Fukushima News jetzt im Spreadnews Japan-Ticker vom 2. Juni 2015.

Abgenutzte Schlauchleitung führte zu Wasserleck: Die Ursache des jüngsten Lecks, das zu einer Rekordbelastung des Hafenbeckens am AKW führte ist nun offenbar bekannt – eine Schlauchleitung war nicht ersetzt worden.

Ursache für den starken Verschleiss war nicht nur die Radioaktivität, sondern auch die extreme Krümmung des Druckschlauchs, die nach Vorgaben des Herstellers nicht zulässig war.

TEPCO hatte derartige Schläuche an anderen Teilen der Anlage ebenfalls eingesetzt, aufgrund der geringen Haltbarkeit aber durch langlebigere Schläuche ersetzt.

Der nun beschädigte Druckschlauch war nicht ersetzt worden, da an seinem Lageort die Angestellten mit der Durchführung von Arbeiten am unterirdischen Eiswall beschäftigt waren.

Es bestanden keinen Regeln für Kontrollgänge vor Ort, so dass der Austritt von radioaktivem Wasser erst nach zwei oder drei Tagen durch Zufall entdeckt worden war.

Als Lektion aus dem Leck will TEPCO nun die Schlauchleitungen mit zweifelhafter Haltbarkeit ersetzen und entsprechende Kontrollrichtlinien erlassen.

Nach aktuellen Schätzungen des Kraftwerksbetreibers TEPCO traten bei dem Zwischenfall, der am vergangenen Freitag entdeckt worden war, zwischen sieben und 15 Tonnen radioaktives Wasser durch einen Riss aus.

Über die fehlerhafte Nutzung und den dadurch entstandenen Verschleiß als Leckursache berichtete die NHK.

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