Fukushima aktuell: Wasser aus Fukushima gewinnt Qualitätspreis

Fukushima aktuell: Wasser aus Fukushima gewinnt Qualitätspreis

Wasser überzeugt zum dritten Mal in Folge internationale Jury

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Artikelbild - Preisgekröntes Wasser aus Fukushima 2017
Preisgekröntes Wasser aus Fukushima 2017

Bei Atomkraftgegnern dürfte die Auszeichnung von Trinkwasser aus Fukushima heute vielfach auf Unverständnis stoßen – eine internationale Jury hatte dagegen offenbar weniger Bedenken.

Weitere Fukushima News betreffen die Zukunft des AKW Fukushima Daini und die Suche nach Spuren von Katastrophenopfern. Die Einzelheiten gibt es jetzt im Spreadnews Japan-Ticker vom 12. April 2017.

Unsere heutigen Themen im Überblick:

  • Stilles Trinkwasser aus Fukushima gewinnt Auszeichnung
  • Bekenntnis zur Stilllegung des zweiten Fukushima-AKW gefordert
  • Suche nach Spuren von Tohoku-Opfern
Stilles Trinkwasser aus Fukushima gewinnt Auszeichnung

Wie die Stadtverwaltung Fukushima bekannt gab, hat das örtlich in PET-Flaschen abgefüllte Wasser vom Surikamigawa-Damm  anlässlich der „Monde Selection 2017“ die Goldmedaille in der Kategorie „Bier, Wasser, Softrink“ gewonnen.

Bereits in den Jahren 2015 und 2016 hatte es Auszeichnungen für das Fukushima-Wasser bei dem internationalen Qualitätswettbewerb gegeben. Durch den dritten Preis in Folge bekam das Wasser darüber hinaus auch erstmals eine Sonderauszeichnung.

Als Folge der Ehren darf der Produzent die Flaschen mit einem entsprechenden Siegel versehen. Das Wasser wird dann in einer Sonderedition in verschiedenen Geschäften und touristischen Einrichtungen angeboten und auch über das Internet vertrieben.

Über den Erfolg berichteten mehrere Präfekturmedien.

Bekenntnis zur Stilllegung des zweiten Fukushima-AKW gefordert

Der Gouverneur der Präfektur Fukushima, Masao Uchibori, sprach bei einer Pressekonferenz am Montag den Umstand an, dass der neue Präsident des Elektrizitätsanbieters TEPCO noch keine Aussage über die Zukunft des zweiten AKW gemacht hat.

Gouverneut Uchibori betonte, es sei sowohl sein persönlicher, als auch der Wunsch der Bürger seiner Präfektur, dass das Kernkraftwerk Fukushima Daini ebenfalls stillgelegt wird.

Doch eine Zusage gibt es dafür noch nicht. Stattdessen verweist die bisherige TEPCO-Führung darauf, dass diesbezüglich noch nichts entschieden sei, und auch die neue Unternehmensspitze selbst erst einen Eindruck von der allgemeinen Haltung gewinnen müsse.

Unterdessen betonte Takashi Kawamura, der Ehrenvorsitzende von Hitachi und künftige Unternehmenspräsident von TEPCO die Notwendigkeit der Atomenergie für Japan. Über diese unterschiedlichen Haltungen berichteten Präfekturmedien.

Suche nach Spuren von Tohoku-Opfern

Am gestrigen Dienstag machten sich Freiwillige auf den Weg, um sechs Jahre und einen Monat nach dem Tohoku-Großbeben und Tsunami in der Küstenregion Hamadori nach Überresten und persönlichen Gegenständen zu suchen.

An der Aktion beteiligten sich etwa 45 Personen der Polizei und Feuerwehr. Dabei wurden auch Flussläufe nach Hinweisen auf Personen durchsucht, die offiziell immer noch als vermisst gelten. Über die Suchaktion berichteten Präfekturmedien.

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