Fukushima aktuell: Wasserleck an Entsalzungsanlage aufgetreten

Fukushima aktuell: Wasserleck an Entsalzungsanlage aufgetreten

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Artikelbild - AKW Fukushima: Leckstelle an Hochdruckpumpe der Entsalzungsanlage am 17. Juli 2015 (Foto: TEPCO)
AKW Fukushima: Leckstelle an Hochdruckpumpe der Entsalzungsanlage am 17. Juli 2015 (Foto: TEPCO)

Nachdem gestern der Austritt von radioaktivem Wasser ins Meer zu einer Sondermeldung führte, meldet der Betreiber des AKW Fukushima heute weitere Probleme, auch wenn diese weniger dramatisch scheinen. Einzelheiten dieser Fukushima News jetzt im Spreadnews Japan-Ticker vom 17. Juli 2015.

Unsere Themen zum Wochenende:

  • Wasserleck an Entsalzungsanlage
  • Entwicklung der Arbeiten an Reaktor 1

Wasserleck an Entsalzungsanlage: Am heutigen Freitag wurde auf dem Gelände des Kernkraftwerks Fukushima Daiichi der Alarm eines Leckdetektors ausgelöst.

Bei einer Kontrolle an der Umkehrosmose-Anlage zur Entsalzung von radioaktiv kontaminiertem Wasser, wurde dann der Fund eines Lecks am Verbindungsstück einer Hochdruckpumpe bestätigt.

AKW Fukushima: Hochdruckpumpe der Entsalzungsanlage am 17. Juli 2015 (Foto: TEPCO)
AKW Fukushima: Hochdruckpumpe der Entsalzungsanlage am 17. Juli 2015 (Foto: TEPCO)

Nachdem auch der Austritt von Wasser nachgewiesen werden konnte, wurde die Pumpe angehalten. Jedoch dauerte der Wasseraustritt aufgrund des verbliebenen Restdrucks der Pumpe noch etwas an.

Das ausgelaufene Wasser verteilte sich auf einer Fläche von 20 x 10 Metern und wies eine Tiefe von 4 Zentimetern auf, blieb jedoch innerhalb der Barriere um die Einheit.

Die Gesamtmenge an ausgelaufenem Wasser wird auf 2,5 Kubikmeter Wasser geschätzt.

Einen Einfluss auf die Umwelt hatte der Zwischenfall nach Angaben des Kraftwerksbetreibers TEPCO daher nicht. Die genauen Umstände werden noch untersucht.

Das Unternehmen kündigte jedoch bereits an, weitere Schutzmaßnahmen zu erwägen. Über das jüngste Wasserleck berichtete der Betreiber der Anlage.

Entwicklung der Arbeiten an Reaktor 1: TEPCO berichtet heute über die Arbeitsschritte, die in der Vergangenheit an Reaktor 1 unternommen worden waren und legt aktuelle Angaben, sowie Pläne vor.

Insbesondere die Arbeiten mit Ballons schien dort unter keinem guten Stern zu stehen, gab es doch immer wieder Schwierigkeiten und Rückschläge.

Zuletzt hatte das Unternehmen versucht, durch eine Ballonplane die Öffnung einer Geräteluke zu schließen. Doch im Mai 2015 war die Plane zusammengesunken.

Eine Untersuchung ergab, dass sich bei dem letzten Absacken der Plane offenbar nach Regenfällen eine Mulde gebildet und dort Material angesammelt hatte, so dass der Ballon durch sein eigenes Gewicht aus der Position geriet.

Nachdem TEPCO zu dem Schluss gekommen war, dass bei Regen weggespülte Trümmer erneut zu Schwierigkeiten führen könnten und die Anbringung starke Strahlungsbelastung der Arbeiter zur folge hätte, wurde schließlich am 10. Juli beschlossen, keinen erneuten Versuch zu unternehmen.

Die vorhandenen Daten gäben ausreichend Hinweise darauf, dass die Strahlungswerte der Umgebung auch ohne Abdichtung der Luke durch den Ballon ausreichend niedrig bleiben würden.

Jetzt will das Unternehmen vor der geplanten Entfernung der Dachpaneele den Druck des Windes durch Anbringung eines Windschutzvorhangs verringern.

Mit der Ausbringung eines Bindemittels soll heute begonnen werden. Hierdurch soll das Aufwirbeln von radioaktivem Material bei künftigen Arbeiten verhindert werden.

TEPCO versprach, die Luftbelastung durch radioaktives Material während der Arbeiten genau zu kontrollieren. Über die aktuellen Arbeitsschritte berichtete der Kraftwerksbetreiber.

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