Start Aktuelles Fukushima aktuell: Weitere Fischsorten als unbedenklich eingestuft

Fukushima aktuell: Weitere Fischsorten als unbedenklich eingestuft

Zahl der freigegebenen Fischfangprodukte aus Fukushima steigt

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Artikelbild - Tokyo: Fische auf dem Straßenmarkt Ameyoko (Foto: Copyright by KJ)
Tokyo: Fische auf dem Straßenmarkt Ameyoko (Foto: Copyright by KJ)

Die Woche endet in der Präfektur Fukushima heute mit einer Entscheidung, die von Skeptikern der japanischen Lebensmittelsicherheit kritisch gesehen wird, für die dortige Fischfangindustrie jedoch einen Fortschritt bringen könnte.

Weitere Fukushima News befassen sich mit den Verklappungsplänen für bereits kontaminiertes Grundwasser und der Bewältigung radioaktiver Abwässer. Die Details gibt es nun im Spreadnews Japan-Ticker vom 10. Juni 2016.

Unsere Themen zum Wochenende:

  • Beschränkungen für weitere Fischereiprodukte aufgehoben
  • Entsalzungsanlage für Verklappung radioaktiver Abwässer geplant

Beschränkungen für weitere Fischereiprodukte aufgehoben: Am gestrigen Donnerstag hob die japanische Regierungen weitere Verkaufsverbote für Meeresprodukte aus dem Gebiet der Präfektur Fukushima auf.

Die Aufhebung bezieht sich auf Flunder und eine Seeaal-Gattung. Somit sind seit der Verhängung der Verkaufssperre 2011 nun insgesamt 18 Meerestiere wieder zum Verkauf freigegeben, während für 28 weitere die Vertriebserlaubnis noch aussteht.

Die Erlaubnis wurde erteilt, nachdem zwischen dem 10. März 2014 und dem 23. Mai diesen Jahres insgesamt 1078 Proben untersucht und keine einzige Überschreitung des Lebensmittelgrenzwerts von 100 Becquerel pro Kilogramm festgestellt worden war.

Die Belastung mit radioaktivem Cäsium sei von Jahr zu Jahr gesunken. Der höchste Wert lag bei 87 Becquerel, während der Durchschnittswert bei 9,7 Becquerel pro Kilogramm lag.

Als Grund für den Rückgang wurde unter anderem auch die gestiegene Qualität des Meerwassers durch Schutzmaßnahmen am Kernkraftwerk Fukushima Daiichi genannt.

Im Jahr vor der Kraftwerkskatastrophe gehörten die beiden jetzt freigegebenen Sorten zu den erfolgreichsten Fischfangprodukten der Präfektur. Über die Aufhebung der Beschränkungen berichteten die jiji sowie Präfekturmedien.

Entsalzungsanlage für Verklappung radioaktiver Abwässer geplant: Kraftwerksbetreiber TEPCO will eine weitere Umkehrosmose-Filteranlage auf dem Gelände errichten, um belastetes Grundwasser aus dem Pumpprojekt zu filtern.

Das Unternehmen teilte dies auf einem Treffen mit Verwaltungsvertretern in der Stadt Iwaki mit.

TEPCO plant, neben dem sauberen Grundwasser der Berge aus dem Umleitungsprojekt auch bereits kontaminiertes Grundwasser vom Kraftwerksgelände zu verklappen, sofern eine ausreichende Filterung gelingt.

Die Maßnahme liegt der Firma nun besonders am Herzen, da die Fortschritte beim Eiswall-Projekt zu einer Aufstauung dieser belasteten Abwässer führen werden. Es handelt sich um Regenwasser und Reaktorwasser, die sich mit Grundwasser mischten.

Ab Ende Juli sollen auch Pegelstand und Qualität jenes Regenwassers untersucht werden, das sich am Abgasschacht der Reaktoren 1 und 2 angesammelt hat. Auch eine Trockenlegung des Pumpensumpfs ist geplant. Aufgrund der hohen Strahlung soll dort ein Roboter zum Einsatz kommen.

Über die Pläne des Unternehmens berichteten Präfekturmedien.

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