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Fukushima aktuell: Weitere Probleme am Abklingbecken von Reaktor 5

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Artikelbild - Fukushima-Reaktor 5: Ventilkasten des Kühlsystems nach Abpumpung am 19. Juli 2014 (Foto: TEPCO)
Fukushima-Reaktor 5: Ventilkasten des Kühlsystems nach Abpumpung am 19. Juli 2014 (Foto: TEPCO)

Das Wochenende konfrontierte TEPCO mit einer Steigerung der bisherigen Probleme an Reaktor 5. Somit ist das Kühlsystem des fraglichen Reaktors am AKW Fukushima heute weiterhin ein wichtiges Thema. Daneben gab es jedoch auch  Probleme bei der Verklappung von Grundwasser. Alle Fukushima News jetzt im Spreadnews Japan-Ticker vom 20. Juli 2014.

Unsere heutigen Themen:

  • Neue Probleme an Abklingbecken von Reaktor 5
  • Verklappung von Grundwasser wegen technischen Problems verschoben

Neue Probleme an Abklingbecken von Reaktor 5: Nachdem es in der Vergangenheit bereits Probleme gegeben hatte, war das Kühlsystem des Abklingbeckens von Reaktor 5 abgeschaltet worden. Am vergangenen Donnerstag hatte TEPCO zudem angekündigt, das Kühlsystem des Abklingbeckens von Reaktor 5 werde bis August abgeschaltet bleiben.

Die einzige Möglichkeit das Kühlsystem wiederherzustellen, sei der Ersatz durch ein System aus Reaktor 3 des Kernkraftwerks Fukushima Daini (AKW Fukushima 2). Die Arbeiten sollen Ende des Monats erfolgen.

Am Samstag meldete Kraftwerksbetreiber TEPCO eine Ausweitung des Problems.

Ein Angestellter entdeckte um 1:25 Uhr, in jeweils einer der beiden Behälter, in denen ein Kontrollventil für das Kühlwasserrohrsystem untergebracht ist, ausgetretenes Wasser. Das ausgetretene Wasser bedeckte einen Bereich vom 75 x 50 Zentimetern. Die Tiefe des ausgetretenen Wassers war mit 9 bzw. 18 Zentimeter deutlich tiefer, als die sonst auftretenden flachen Pfützen.

Fukushima-Reaktor 5: Ausgetretenes Wasser des Kühlsystems am 19. Juli 2014 (Foto: TEPCO)
Fukushima-Reaktor 5: Ausgetretenes Wasser des Kühlsystems am 19. Juli 2014 (Foto: TEPCO)

Eine Analyse des enthaltenen radioaktiven Materials wies Kobalt-60, mit Werten zwischen zwei und drei Becquerel pro Kubikzentimeter auf.

Aufgrund der Zusammensetzung geht TEPCO davon aus, dass es sich um Wasser handelt, das aus dem Kühlbecken gelangt.

Der Schaden wurde entdeckt, nachdem die Präfekturverwaltung von Fukushima das Unternehmen zu besseren Kontrollen genötigt hatte.

Der betroffene Bereich der Rohrleitung war seit der oben genannten Abschaltung nicht mehr genutzt worden. Experten gehen davon aus, dass diese Entwicklungen auf einen zunehmenden Verschleiss an dem Kühlsystem und mangelnde Wartungskontrollen  schließen lassen.

Nach dem Abpumpen des Wassers konnte keine Leckstelle festgestellt werden, auch trat offenbar kein weiteres Wasser aus. Die Temperatur des Abklingbeckens lag zuletzt bei 25,8 Grad Celsius, so dass keine Betriebsprobleme zu erwarten sind.

Neben dem Kraftwerksbetreiber TEPCO selbst, berichtete auch die Asahi Shimbun.

An Fukushima-Reaktor 6, der zum Zeitpunkt der Katastrophe ebenso heruntergefahren war wie Reaktor 5, war bereits am 11. Juli ein Leck aufgetreten und das Kühlsystem für einige Stunden abgeschaltet worden.

Verklappung von Grundwasser wegen technischen Problems verschoben: Eine am Sonntag um 9:58 Uhr begonnene Verklappungsmaßnahme für Grundwasser, wurde bereits kurze Zeit später wegen technischer Probleme verschoben.

Um 10:04 Uhr wurde die Weiterleitung abgebrochen, nachdem das Durchflussmessgerät keine Daten zum Wasserdurchfluss mehr anzeigte. Als Ursache vermutet das Unternehmen die Nachlässigkeit eines Arbeiters. Möglicherweise wurde beim Abwischen von Tropfen der Sensor des Geräts gestört, so dass keine Daten mehr angezeigt wurden.

Um 18:33 Uhr wurden die Arbeiten nach einer Neukalibrierung des Geräts fortgesetzt.

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