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Fukushima aktuell: Weitere Schritte für Grundwasserbarriere genehmigt

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Artikelbild: Offizielles Foto des AKW Fukushima Daiichi (Foto: TEPCO)
Das AKW Fukushima Daiichi: (Foto: TEPCO)

TEPCO kann für die Bewältigung des Grundwassers am AKW Fukushima heute sowohl einen bürokratischen, sowie einen technischen Erfolg verbuchen. Getrübt werden diese Fukushima News lediglich durch einen kleinen Schaden. Details zu diesen Meldungen nun im Spreadnews Japan-Ticker vom 17. September 2014.

Unsere heutigen Themen:

  • Weitere Schritte für Grundwasserbarriere genehmigt
  • TEPCO führt ALPS-Test durch
  • Neue Meldung zum Leck eines Verbindungsventils

Weitere Schritte für Grundwasserbarriere genehmigt: Am heutigen Mittwoch genehmigte die Atomaufsichtsbehörde NRA weitere Arbeitsschritte, die der Kraftwerksbetreiber TEPCO zur künftigen Schaffung von Grundwasserbarrieren einleiten will. Das im Juni angelaufene Projekt, die beschädigten Reaktoren mit einem unterirdischen Eiswall zu umgeben, wird durch radioaktives Wasser aus unterirdischen Tunneln stark behindert.

TEPCO hatte daraufhin eine Reihe von Schritten vorgelegt, um zunächst auf einer Hügelseite der Anlage den Wassereinfluss zu verhindern. Zu den nun genehmigten Maßnahmen gehört es, die Tunnel mit Beton zu füllen, um das kontaminierte Wasser am weiteren Einfluss zu hindern.

Zuvor hatten sich weder chemische Bodenaushärtung, noch die Tunnelgefrierung durch Eis als effektiv erwiesen.

Insgesamt sollen ein Kilometer der insgesamt 1,5 Kilometer langen Strecke durch diese Arbeitsschritte abgedeckt werden. Allerdings ist der Stopp von radioaktivem Wasser in den Tunneln der Hügelseite das geringere Problem. Tatsächlich räumt auch TEPCO ein, Barrieren auf der Küstenseite der Anlage zu schaffen, sei aufgrund der dortigen Tunnel wesentlich schwieriger.

Bislang gibt es keine Angaben dazu, ob es dem Unternehmen möglich sein wird, den vorgelegten Zeitplan einzuhalten. Dieser sieht einen Beginn der Grundwasserbarriere durch die Zirkulation von Kühlmitteln für Ende März 2015 vor. Das berichtete die NHK.

TEPCO führt ALPS-Test durch: Am heutigen Mittwoch startete der Betreiber des AKW Fukushima Daiichi gegen 10:57 Uhr einen Test der Einheit A, des zusätzlichen Multinuklid-Filtersystems (ALPS). Bei der Prüfung des Umkehrosmosevorgangs kam konzentrierte Sole zum Einsatz um einen Test unter Betriebsbedingung durchführen zu können.

Nach Angaben von TEPCO traten dabei keine Lecks oder Störungen auf. Im vergangenen Monat hatte die Atomaufsicht NRA die Schaffung eines zusätzlichen Filtersystems aus drei Einheiten zur Unterstützung der bisherigen Anlage genehmigt. Im Anschluss soll eine  moderne Version des ALPS folgen.

Die Pläne zur Filteranlagen-Steigerung gelten als entscheidender Beitrag zur Bewältigung radioaktiver Abwässer.

Neue Meldung zum Leck eines Verbindungsventils: Anfang September berichteten wir über ein tropfendes Leck an einem Verbindungsventil im Bereich G4. Jetzt führt TEPCO weitere Informationen an.

Fukushima-Lagertank: Erneuter Schaden aufgetreten am 17. September 2014 (Foto: TEPCO)
Fukushima-Lagertank: Erneuter Schaden am 17. September 2014 (Foto: TEPCO)

So habe man zwar am 13. September das Ventil ausgetauscht, allerdings wurde heute im Rahmen einer Inspektion des Ventilgehäuses erneut ein Riss bestätigt.

TEPCO veröffentlichte Aufnahmen, auf denen die Schadstelle zu sehen ist.

Aufgrund des Umstands, dass die Ventilverbindung nicht zwingend zur Bewältigung des kontaminierten Wassers erforderlich ist und der Betrieb ein potentielles Sicherheitsrisiko darstellt, ist die zumindest zeitweise Aufgabe der Nutzung wahrscheinlich.

3 KOMMENTARE

  1. wohin ist der gesamte Atommüll von japan hingewandert? er sollte im Mai in den USA ankommen! ist er umgekehrt, oder darf die presse darüber nix bringen? eine Antwort wäre klasse!

    • Hallo Herr Tiroch,

      sollten Sie sich auf die international angekündigte Schwemme von radioaktivem Material der Fukushima-Katastrophe an die US-Küste beziehen, so gibt es unseres Wissens nach keine aktuellen Meldungen japanischer Medien, die über einen derartigen Vorgang berichten.

      Wir hoffen, Ihnen mit dieser Auskunft geholfen zu haben.

      Die Spreadnews Redaktion

      • liebe Redaktion!
        doch!
        die Japaner brachten schon was darüber. der Ami ebenfalls! die kauften Millionen von Jodtabletten! der Müll sollte schon vor gut 1 Jahr an den Küsten der USA angeschwemmt werden. jedoch ist das bis heute unter den Tisch gefallen. aber nicht von Ihnen, von der amerikanischen Presse.
        Gruß
        Reiner Tiroch

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