Fukushima aktuell: Weitere Strontium-Filtereinheit gestartet

Fukushima aktuell: Weitere Strontium-Filtereinheit gestartet

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Artikelbild - AKW Fukushima: Strontium-Filtereinheit B am 10. Februar 2015 (Foto: TEPCO)
AKW Fukushima: Strontium-Filtereinheit B am 10. Februar 2015 (Foto: TEPCO)

Nach dem Start einer ersten Einheit im vergangenen Jahr, wurde vom AKW Fukushima heute der Start einer weiteren Strontium-Filtereinheit gemeldet. Allerdings gibt es in den Fukushima News auch Rückschläge zu vermelden. Einzelheiten jetzt im Spreadnews Japan-Ticker vom 10. Februar 2015.

Unsere heutigen Themen:

  • Mobile Strontium-Filtereinheit geht in Dauerbetrieb
  • Zweiwöchigege Verzögerung bei Grundwasserbarriere

Mobile Strontium-Filtereinheit geht in Dauerbetrieb: Am heutigen Dienstag ging nach einem Wasserdurchflusstest gegen 10:47 Uhr die mobile Strontiumfilteranlage B in den Dauerbetrieb.

Eine Überprüfung gegen 10:52 Uhr ergab keine Hinweise auf Störungen oder Lecks. Bereits im Oktober 2014 war eine erste Strontiumfilteranlage gestartet worden.

Die seit März 2013 genutzen ALPS-Filteranlagen sind zwar in der Lage, 62 radioaktive Nuklide aus den Abwässsern der Anlage zu filtern, im Fall von Strontium ist die Filterung jedoch aufwändiger. Tritium kann das Filtersystem überhaupt nicht filtern.

Über die Unterstützung der Filterung radioaktiver Abwässer durch die neue Strontium-Filtereinheit berichtete TEPCO.

Zweiwöchige Verzögerung bei Grundwasserbarriere: Am gestrigen Montag gab der Kraftwerksbetreiber TEPCO bekannt, bei den geplanten Auffüllarbeiten für unterirdische Tunnel werde es zu einer Verzögerung von zwei Wochen kommen.

Nachdem die Auffüllung mit Spezialzement in die Tunnel in der Vergangenheit nicht die volle Effektivität gezeigt hatte, plant das Unternehmen zunächst die Verbindungspunkte zwischen Tunneln und Reaktoren aufzufüllen.

Der Stopp des Wasserflusses ist eine Voraussetzung für die erfolgreiche Errichtung des unterirdischen Kühlkreislaufs zur Gefrierung des Erdbodens als Grundwasserbarriere („Eiswall“).

Die jetzige Verzögerung dürfte auch den Bau der Eisbarriere ungewollt beeinflussen und den bisherigen Zeitplan nach hinten verschieben. Es steht bereits eine Verspätung zwischen zwei Wochen und einem Monat. Darüber berichtete die NHK.

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