Fukushima aktuell: Weiterer Messposten weist Rekordwert auf

Fukushima aktuell: Weiterer Messposten weist Rekordwert auf

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Artikelbild - Grundwasserkontrollposten/Messposten am 16. Juli 2013 (Foto: TEPCO)
AKW Fukushima: Ein Grundwasserkontrollposten am 16. Juli 2013 (Foto: TEPCO)

Die Grundwasserprobleme an den Kontrollposten scheinen wieder zuzunehmen, das zeigen die vom AKW Fukushima heute gemeldeten Werte. Zu den übrigen Fukushima News gehören Meldungen über ein neues Taifunrisiko, eine Verklappung, sowie Haustiere. Details nun im Spreadnews Japan-Ticker vom 9. Oktober 2014.

Unsere heutigen Themen:

  • Weiterer Strahlungsanstieg in Grundwasserproben des Lagertankbereichs H4
  • Neuer Taifun Vongfong nimmt Kurs auf Japan
  • Vermittlungsveranstaltung für zurückgelassene Fukushima-Haustiere
  • Grundwasserverklappung erfolgreich durchgeführt

Weiterer Strahlungsanstieg in Grundwasserproben des Lagertankbereichs H4: Nach der gestrigen Meldung über den Anstieg am Grundwasserposten E-1, gab Kraftwerksbetreiber TEPCO nun eine weitere Erhöhung bekannt.

Wie aus den Proben des Grundwasserkontrollpostens E-9 vom 8. Oktober hervorgeht, wurden dort 14.000 Becquerel pro Liter an Betastrahlern nachgewiesen. Das ist der 21-fache Wert vom 10. Mai. Damals hatten Analyseergebnisse 670 Becquerel  pro Liter nachgewiesen. Der bislang höchste Wert dieses Postens lag bei 8.300 Becquerel und stammt vom 28. Februar.

Der Anstieg im Februar und der aktuelle Anstieg werden beide auf schwere Regenfälle zurückgeführt. Das meldete das Betreiberunternehmen TEPCO. Sollten die Prognosen für den schweren Taifun Vongfong zutreffen, könnte sich das Problem radioaktiver Abwässer durch Taifunregen weiter verschärfen.

Neuer Taifun Vongfong nimmt Kurs auf Japan: Gerade erst meldete TEPCO die zeitweise Unterbrechung von Kontrollgängen und Probenentnahmen aufgrund schlechten Wetters, könnte bereits ein weiteres Wetterproblem auf die Anlage zukommen. Mit dem Taifun Vongfong dessen Stärke dem des “Supertaifuns” Haiyan entsprechen soll, nimmt nach Angabe von Meteorologen nun Kurs auf Japan. Der Sturm könnte bereits am Wochenende auf Japans Küste treffen. Das berichtete die jiji.

In der Vergangenheit hatten Stürme wie Roke, Wipha und Francisco auch am AKW Fukushima Daiichi sowohl zu Sicherheitsmaßnahmen, als auch Problemen aufgrund der Regenfälle geführt.

Vermittlungsveranstaltung für zurückgelassene Fukushima-Haustiere: Bei der Flucht vor dem radioaktiven Fallout auf die Ortschaften als Folge der Kraftwerkskatastrophe vom März 2011, mussten viele Evakuierte ihre Haustiere zurücklassen. Ein Teil von ihnen starb, einige verwilderten – und andere könnten nun ein neues Zuhause finden.

Für Sonntag plant Lysta, eine Gruppe 40 ehrenamtlicher Helfer, die im September 2011 gegründet worden war, die Vermittlung eines Teils der insgesamt 81 Tiere und hofft, Adoptiveltern für die vorgestellten 20 Katzen und drei Hunde zu finden.

Auch wenn zwei Drittel der Tiere, die von der Organisation versorgt werden, aus der Sperrzone AKW Fukushima Daiichi stammen, wurden einige auch erst nach der Katastrophe geboren. Die Kosten für medizinische Versorgung, die Tankkosten und Verwaltungsgebühren werden über Spenden ihrer japanischen Webseite Lysta.org finanziert.

Bei der Veranstaltung in Iwaki (Präf. Fukushima) wird zwar versucht, ein neues Zuhause für die Tiere zu finden, die Mitglieder der Freiwilligengruppe wird jedoch prüfen, ob die potentiellen Eigentümer auch in der Lage sind, angemessene Lebensverhältnisse zu bieten. Künftig sollen diese Veranstaltungen am zweiten Sonntag jeden Monats erfolgen, berichtete die Asahi Shimbun.

Grundwasserverklappung erfolgreich durchgeführt: Am gestrigen Mittwoch leitete der Betreiber des AKW Fukushima Daiichi zwischen 10:11 Uhr und 16:25 Uhr eine Gesamtmenge von 1.557 Tonnen an Grundwasser aus den Bergen in den Pazifischen Ozean. Nach Angaben des Unternehmens gab es keine Komplikationen.

In der Vergangenheit war die Effektivität der Maßnahme wiederholt durch vergleichende Messergebnisse in Frage gestellt worden. Erst im September wurden positive Effekte der Grundwasserumleitung bekannt gegeben.

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