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Fukushima aktuell: Weiterer Myonen-Scan an Reaktor 2 geplant

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Artikelbild - AKW Fukushima: Kleine Einheit des Myonen-Scanners am 16. März 2016 (Foto: TEPCO)
AKW Fukushima: Kleine Einheit eines Myonen-Scanners am 16. März 2016 (Foto: TEPCO)

TEPCO gab vom AKW Fukushima heute neue Pläne bekannt, um den Umständen der Kernschmelze genauer auf die Spur zu kommen und auch die Fischer der Präfektur lassen aus Japan aktuell Neuigkeiten über ihre Aktivitäten verlauten.

Die Details dieser Fukushima News gibt es nun im Spreadnews Japan-Ticker vom 18. März 2016.

Unsere heutigen Themen zum Wochenende:

  • TEPCO plant weiteren Myonen-Scan an Reaktor 2
  • Iwaki dehnt Testfischerei ab April aus

TEPCO plant weiteren Myonen-Scan an Reaktor 2: Regierung und TEPCO planen einen weiteren Scan des Gebäudes von Reaktor 2, um den Verbleib der geschmolzenen Brennelemente zu klären.

Erste Myonen-Scans von Reaktor 2 im September 2015 hatte Hinweise auf eine umfassende Kernschmelze geliefert. Die genaue Verteilung und Lokalisierung des zusammengeschmolzenen Materials ist bislang noch nicht geglückt.

Es ist jedoch davon auszugehen, dass der größte Teil zu Corium zusammengeschmolzen und auf diese Weise vermutlich in den Sicherheitsbehälter gelangte.

TEPCO will nun ein deutlich kleineres Gerät als zuvor nutzen, um andere Arbeiten im Bereich des Reaktors nicht zu behindern. Das Unternehmen erhofft sich vom erneuten Scanning neue Erkenntnisse darüber, wie sich das Material über mehrere Monate verbreitete.

Die gewonnenen Daten sollen dann zur Entwicklung von Bergungstechnologien für geschmolzene Brennelemente genutzt werden. Kraftwerksbetreiber TEPCO begleitete den Bericht mit einigen Fotos. Auch die NHK meldete die Pläne des Unternehmens.

Myonen sind kleine Elementarteilchen, die fast alles durchdringen und lediglich von Material mit hoher Dichte, wie etwa Uran, von ihrer Bahn abgebracht werden.

Durch Einsatz von Computertechnologie lässt sich anhand der Messung eines solchen „Myonenbeschusses“ ein Bild vom Reaktorrinnern errechnen, ähnlich einem Röntgenbild.

Iwaki dehnt Testfischerei ab April aus: Gestern beschloss die Fischereikooperative Iwaki, ihre Fischfangaktivitäten ab April auszudehnen und strebt damit eine Normalisierung zu den Verhältnissen vor der Fukushima-Katastrophe an.

Statt wie bislang nur einmal pro Woche, soll nun zweimal wöchentlich der Fischzug erfolgen. Auch die Zahl der Orte an denen gefischt wird, soll erhöht werden – ebenso wie die Fangmenge, die von bislang 3-4 auf 10 Tonnen erhöht werden soll.

Über die Schritte der Kooperative berichteten Präfekturmedien.

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