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Fukushima aktuell: Weiterer Strahlungsrekord an Grundwassermessposten

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Artikelbild: Grundwassermessposten 3 am 12. Juli 2013 (Foto: TEPCO)
AKW Fukushima: Arbeiter sollen in stark kontaminierte Bereiche zurück (Symbolfoto: TEPCO)

Mit neuen Strahlungsrekorden, der Vorbereitung auf die Bergung der Brennelemente und neuen Plänen zur Bewältigung der radioaktiven Abwässer, gibt es vom Gelände des AKW Fukushima heute eine ganze Reihe von interessanten Neuigkeiten.

Den Verlauf der Ereignisse, die Hintergründe und die Pläne zu diesen Fukushima News jetzt im Spreadnews Japan-Ticker vom 12. November 2013.

Unsere heutigen Themen:

  • Neuer Rekordwert an Grundwassermessposten
  • Erste Sicherheitskontrollen vor Bergung an Reaktor 4 abgeschlossen
  • TEPCO will sicheren Abwasserkanal bauen:

Neuer Rekordwert an Grundwassermessposten: Wie Kraftwerksbetreiber TEPCO am heutigen Dienstag mitteilte, konnte in einer am 10. November entnommenen Grundwasserprobe nun Strahlungswerte von 710.000 Becquerel an Betastrahlung pro Liter Wasser nachgewiesen werden. Damit ist ein neuer Rekordwert erreicht.

AKW Fukushima: Grundwasser-Kontrollpunkt am 9. Juli 2013 (Foto: TEPCO)
AKW Fukushima: Grundwasser-Kontrollpunkt am 9. Juli 2013 (Foto: TEPCO)

Der bisherige Höchstwert betrug 550.000 Becquerel pro Liter und war in Wasserproben desselben Messpostens am 9. November gemessen worden. Dies bedeutet, dass es nun vier Tage in Folge zu immer weiter steigenden Strahlungswerten kam.

Dieser Messposten befindet sich etwa zehn Meter nördlich jenes Lagertanks, an dem im August der Austritt von 300 Tonnen stark belasteten Wassers entdeckt wurde.

Der fragliche Wassertank wurde zur Ermittlung der damaligen Leckursache mittlerweile demontiert und auch Ergebnisse liegen bereits vor.

Im Bezug auf die mögliche Ursache des jetzigen Rekords erklärte TEPCO, es sei davon auszugehen, dass radioaktives Wasser, das nach dem Großleck vom August bislang noch im Erdboden verblieben war, nun in den Bereich des Grundwasserkontrollpostens gelangt ist.

Hinweise auf ein neues Leck an einem der Stahlbehälter gebe es nicht. Über den Fund berichteten jiji und Asahi Shimbun.

Erste Sicherheitskontrollen vor Bergung an Reaktor 4 abgeschlossen: Die Atomaufsichtsbehörde NRA teilte dem Betreiber TEPCO am heutigen Dienstag mit, alle Sicherheitskontrollen an den Strukturen seien nun abgeschlossen. Weder am Mantel des Gebäudes, noch am Kran, sowie weiteren Teilen der Anlage habe es Probleme gegeben.

Fukushima-Reaktor 4: Blick auf den Deckenkran im September 2013 (Foto: TEPCO)
Fukushima-Reaktor 4: Blick auf den Deckenkran im September 2013 (Foto: TEPCO)

Die Sicherheitskontrollen, die Bedingung für den Start der eigentlichen Arbeiten sind, liefen bereits seit September. Doch noch gibt es weitere Hürden zu bewältigen.

Im November hatte die NRA zusätzlich angeordnet, zuvor müsse jedoch noch ein Testlauf durchgeführt werden, bevor die Genehmigung zur Bergung von 1.533 Brennelementen aus dem Lagerbecken erteilt wird.

Am morgigen Mittwoch soll zunächst der geplante Arbeitsablauf geprüft werden. Hierdurch will die Atomaufsicht sicher stellen, dass die Brennelemente während der Bergung nicht durch die im Becken verbliebenen Trümmerreste beschädigt werden. Auch wenn das Lagerbecken bereits geräumt wurde, verbleiben einige Reste dort.

Die Bergung der Brennelemente gilt als erster großer Schritt bei der Stilllegung von vier beschädigtigten Reaktoren, für die bislang etwa 40 Jahre veranschlagt werden. Sollten die weiteren Prüfungen und Kontrollen keine Mängel ergeben, wird der Start der Bergung für Mitte November erwartet. Über den aktuellen Stand der Kontrollen berichtete die NHK.

TEPCO will sicheren Abwasserkanal bauen: Im Rahmen der Bemühungen, den unkontrollierten Austritt von radioaktiv kontaminiertem Wasser in den Pazifischen Ozean zu verhindern, will der Betreiber des AKW Fukushima Daiichi nun auch das Leitungssystem auf dem Gelände der Anlage sicherer machen.

Wie TEPCO gestern mitteilte, wolle man einen neuen Entwässerungskanal anlegen, der im Fall von Tanklecks, die kontaminierten Abwässer in das Hafenbecken der Kraftwerksanlage leiten soll, anstatt sie direkt in den Pazifik gelangen zu lassen.

Dabei setzt das Unternehmen auf den Umstand, dass der Hafenbereich durch Wellenbrecher des Hafendams vom Ozean getrennt ist. Über die Pläne berichteten Kyodo und NHK.

5 KOMMENTARE

  1. es will niemandem auffallen, dass uns nur Bilder von einem intakten, sauberen, unversehrten AKW gezeigt werden, wo doch Fukushima sowas von zerstört ist. also geht das massenverarschen munter weiter.

    • Herr Tiroch,

      so langsam zweifel ich an ihrem Verstand. Haben sie meine Antwort auf ihrem Verschwörungsschund unter dem aktuellen Artikel überhaupt gelesen?

      Sollten sie es gemacht haben und trotzdem an diesem Schwachsinn festhalten sind sie entweder erschreckend naiv oder ihnen fehlt die Fähigkeit zum Sinn erfassenden Lesen!

      Das würde auch erklären, wieso sie nie antworten – oder überschreiten meine Antworten ihre intellektuellen Kapazitäten?

      SIE scheinen hier eher das Opfer der Massenverarsche durch paranoide Verschwörungsspinner zu sein. Wenn sie Probleme mit neutraler Berichterstattung haben, dann lesen sie ruhig weiterhin ihre Verschwörungsliteratur aus dem Kopp-Verlag.

      Vermutlich liegen Braunesoteriker und paranoide Spinner wohl eher auf ihrem Niveau. In diesem Fall verschonen Sie die geistig gesunde Leserschaft hier bitte mit ihren paranoiden Schwurbeleien.

      An die Redaktion: Wieso gebt ihr die Kommentare solcher Typen überhaupt frei? Der scheint doch eh nur eine Platte zu kennen

      • Hallo Anna-Lena,

        immer ruhig bleiben. 🙂

        Ich teile die Ansichten des Herrn Tiroch ebenfalls nicht und sehe in den Artikeln weder eine „Verarsche“ noch eine „Massenverarsche“ wie er sich auszudrücken pflegt-

        Aber trägst du nicht ein bisschen dick auf?

        Ich bin über den Verzicht auf Überschriften der BILD-Zeitung, oder reißerische Horrormeldungen auch froh. Gerade deshalb sollte man doch auf solche Tiraden verzichten können.

        Manche Leute haben eben seltsame Vorstellungen 🙂

        Nico

  2. Ich gebe aber Herrn Tiroch recht… wir werden verarscht und belogen.. das ist Fakt und wird leider von der I-pod verstrahlten und Medienverdummten Masse verdrängt und beharrlich ignoriert. Jeder der irgendetwas gegen die Verbrecher sagt.. wird sofort ohne nachzudenken in die braune rechte Ecke gedrängt und beschimpft……
    Tatsache ist, dass in Kanada vermehrt Fische angeschwemmt werden die aus Augen und Kiemen bluten… dass es vermehrt Eisbären mit kahlen Stellen ohne Fell am Körper gibt…….
    wo mag das wohl herkommen???
    Täglich laufen 300000 Liter verseuchtes Wasser in den Pazifik.
    Und wenn irgendetwas bei der Bergung der Brennstäbe schiefgeht, knallen 18000 Hiroshimabomben auf einmal los.
    Dann bekommen wir selbst hier in Deutschland Nasenbluten….
    so. und nun ab mit mir in die Verschwörerecke…..

    • @Nico

      Danke für die Sorge, aber das einzige was ich mal dicker auftrage ist meine Avocado-Maske. 😉 Bei manchen Typen brauchts einfach schwere Geschütze.

      Möglicherweise hast du aber Recht und der Kerl ist echt total merkbefreit.

      @Hufi

      Hurra, endlich ein sachlicher Kommentar!

      Gerade weil ich nachdenke, kann ich Genossen wie den Herrn Tiroch nicht für voll nehmen. Er bringt, im Gegensatz zu Ihnen, keine Argumentation sondern labert nur davon, wie schön sauber das Gebäude ist und wie suspekt das ganze ist.

      Wer so ein Blafasel von sich gibt, ist für mich einfach nicht ernstzunehmen – den selben Satz immer zu wiederholen, schafft auch ein Papagei. Und genau diese angebliche Massenverblödung äußert sich ja im hirnlosen Nachplappern irgendwelcher Aussagen.

      Damit ist der Herr Tiroch der beste Beweis dafür, dass die von ihm kritisierte „Verarsche“ klappt – wenn auch anders als von ihm gedacht.

      Ich bestreite ja gar nicht, dass Radioaktivität gesundheitsschädliche Wirkungen haben kann, aber diese undifferenzierte Panikmache, die man im Netz immer wieder liest, ist einfach nur billig. Wenn dann auch noch Genies wie dieser Tiroch auftauchen…örks.

      klar ist, das TEPCO nicht die ganze Wahrheit sagt und nicht objektiv ist. Mangelnde Objektivität unterstelle ich aber auch vielen Atomkraftgegnern, die sich manche Dinge einfach so zurecht biegen, bis es in ihr dramatisches Weltbild passt.

      Wenn dann unseriöse Medien dann noch auf „Experten“ zurückgrefen, die Studienabschlüsse in Fächern gemacht haben, die null mit Atomenergie zu tun haben, sondern lediglich Feierabendaktivisten sind, macht dass das ganze auch nicht besser.

      Um eins klar zu stellen: Ich bin der Ansicht, dass Atomenergie KEINE Zukunft hat. Sie ist einfach zu gefährlich und bringt massive Probleme mit sich.

      Ich sehe mich als Atomkraftkritikerin, aber nicht als blind mitlaufende Aktivistin.

      Gerade deshalb sollte man die ganze Geschichte objektiv angehen. Das rumfaseln von Zweizeilensätzen a la Tiroch hilft bestimmt nicht, die Anti-Atom-Bewegung glaubwürdiger zu machen.

      Ich wünschte mir einfach, Typen wie der Tiroch würden Argumente bringen und sich nicht am Zustand von Gebäuden hochziehen. Vermutlich ist diese Manie nicht mal auf seinem Mist gewachsen, sondern in irgendwelchen Anti-AKW-Hetzgruppen auf Facebook

      So etwas passt mehr in ein Verschwörungsspinner-Forum, oder die Portale von Endzeit-Sensationskäseblättern.

      Den einigermaßen normal tickenden Menschen kann man mit tirochischen Zweizeilenweisheiten echt verschonen.

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