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Fukushima aktuell: Weiterer Tritiumanstieg an Messposten

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Artikelbild: Zweiter Grundwassermessposten am 12. Juli 2013 (Foto: TEPCO
Neuer Rekordwert an Grundwasser-Messposten (Symbolfoto: TEPCO)

In Japan endete das alte Jahr mit einem Tritiumanstieg an einem der Messposten und einem Erdbeben, dass auch in der Präfektur Fukushima spürbar war. Dennoch wird sich dort kaum jemand die Freude an den Neujahrsfeierlichkeiten hierdurch vermiesen lassen. Einzelheiten zu diesen Fukushima News jetzt im Spreadnews Japan-Ticker vom 31. Dezember 2013.

Das Team von Spreadnews.de wünscht seinen Lesern in dieser letzten Meldung des alten Jahres einen „Guten Rutsch“ in das neue Jahr 2014.

Unsere Themen zum Jahresende:

  • Wieder Anstieg von Tritiumwerten an Messposten
  • Erdbeben in Präfektur Ibaraki
  • Diskussionen um Umsiedlung aus Tsunami-Küstenregion

Wieder Anstieg von Tritiumwerten an Messposten: In Proben aus dem Grundwasserkontrollposten E-1, die am 29. Dezember entnommen wurden, konnte ein deutlicher Anstieg im Vergleich zum Vortag festgestellt werden.

Waren am Samstag noch 34.000 Becquerel pro Liter nachgewiesen worden, so wurden in der Probe vom Sonntag 330.000 Becquerel pro Liter ermittelt.

Anfang Dezember hatte es dort Messergebnisse von 450.000 Becquerel pro Liter gegeben.

AKW Fukushima: Angestellter bei Arbeiten zur Bodenaushärtung am 6. Juli 2013 (Foto: TEPCO)
AKW Fukushima: Angestellter bei Arbeiten zur Bodenaushärtung am 6. Juli 2013 (Foto: TEPCO)

Im Bezug auf die anderen Messwerte blieben diese weitgehend unverändert und wiesen keine signifikanten Änderungen auf.

Mit dem neusten Anstieg setzt sich der allgemeine Trend zur Aufwärtstendenz der Tritiumwerte weiter fort.

Erdbeben in Präfektur Ibaraki: Gegen 10:04 Uhr Ortszeit erschütterte ein Erdbeben der Magnitude 5,4 den Osten und Nordosten Japans.

Das Epizentrum befand sich nach Angaben der japanischen Behörden etwa zehn Kilometer unterhalb der Präfektur Ibaraki. Es wurde keine Tsunamiwarnung ausgegeben.

Unmittelbar nach dem Beben gab es keine Berichte über Schäden, lediglich die Joban-Autobahn wurde für Sicherheitskontrollen kurzzeitig gesperrt. Auch im Großraum Tokyo, sowie in den Präfekturen Fukushima und Miyagi waren die Erschütterungen zu spüren. Kyodo und jiji berichteten.

Der Betreiber des AKW Fukushima Daiichi erklärte wenig später, es sei zunächst nicht bekannt, ob das Erdbeben irgendwelche Auswirkungen auf Anlagen des Unternehmens hatte. Wenig später gab das Unternehmen jedoch bekannt, an keinem der Kernkraftwerke sei es zu Störungen gekommen.

Diskussionen um Umsiedlung aus Tsunami-Küstenregion: Nach dem Tohoku-Tsunami 2011 äußerten einige Gemeinden die Absicht, ihre Gebiete an der pazifischen Küstenregion aufzugeben und in höher gelegene Gebiete umzuziehen. Doch je mehr Zeit vergeht, desto mehr sinkt offenbar das Bewusstsein für die potentielle Bedrohung.

Obwohl etwa für Teile der Ortschaft Kuroshio (Präf. Kochi) im Fall des prognostizierten Nankai-Großbebens ein Tsunami von bis zu 34 Metern Höhe prognostiziert wird, ist man sich über das Vorgehen und die Zukunft des Ortes uneins.

Insbesondere junge Einwohner wollen den Ort an seinem jetzigen Standort verlassen und würden damit nicht nur die Evakuierung älterer Einwohner schwieriger machen – auch der Bruch zwischen den Generationen hätte Auswirkungen auf die bisherige Gemeinschaft. Nach Ansicht einer Bezirksverantwortlichen ist die vollständige Umsiedlung daher der beste Weg, berichtet die jiji.

3 KOMMENTARE

  1. Danke für die ausdauernde und ausführliche Berichterstattung. Wünsche Ihnen als treuer Leser ein tolles neues Jahr.

    • Ich möchte mich Herrn Christian Haake anschließen. Vielen Dank und ein gutes und glückliches 2014 für Sie. Bitte bleiben Sie für uns am Ball, denn es ist schwierig an umfangreiche Informationen rund um und direkt zur Fukushima-Krise zu gelangen. Bitte weiter so !!!

  2. Ich wünsche ein frohes Jahr 2014 und danke ebenfalls für die detaillierten Informationen zu Fukushima.
    Ich empfehle spreadnews immer gerne als beste Informationsquelle zum Stand der Arbeiten auf dem Gelände des Kraftwerkes von Fukushima weiter.
    Den Arbeitern auf dem Gelände des Kraftwerkes wünsche ich ebenfalls alles Gute.

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