Fukushima aktuell: Weiterer Verdacht von Schilddrüsenkrebs bei Kindern

Fukushima aktuell: Weiterer Verdacht von Schilddrüsenkrebs bei Kindern

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Artikelbild der Schilddrüse (Foto: pd)
Fukushima-Krise: Mögliche Zusammenhänge mit Schilddrüsenkrebs vermutet (Symbolfoto: pd)

Während in der Vorstellung vieler Kinder der Weihnachtsmann heute um die Welt reist, werden aus der Präfektur Fukushima weitere Fälle von Krebsverdacht bei Kindern gemeldet. Die Details dieser Fukushima News jetzt im Spreadnews Japan-Ticker vom 24. Dezember 2014.

Unsere heutigen Themen:

  • Weitere Verdachtsfälle von Schilddrüsenkrebs bei Kindern

Weitere Verdachtsfälle von Schilddrüsenkrebs bei Kindern: Nach einer zweiten Kontrollreihe besteht nun bei vier weiteren Kindern, die zum Zeitpunkt der Katastrophe zwischen 6 und 17 Jahre alt waren, der Verdacht auf Schilddrüsenkrebs.

Im Rahmen der ersten Kontrolle, die alle 370.000 Kinder der Präfektur umfasste, die zum Katastrophenzeitpunkt maximal 18 Jahre alt waren, konnten 57 bestätigte Fälle von Schilddrüsenkrebs und 24 Verdachtsfälle nachgewiesen werden. Die Ergebnisse waren im August veröffentlicht worden.

Eine zweite Reihe von Kontrolluntersuchungen, die im April dieses Jahres begann, umfasste dagegen 385.000 Kinder, da man in diesem Fall auch jene einbezog, die ein Jahr nach der Katastrophe geboren wurden.

Die vier neuen Verdachtsfälle lebten im März 2011 und den folgenden Monaten in den Gemeinden Date, Fukushima, Okuma und Tamura. Sollten sich die Krebsfälle bei den vier bereits zuvor getesteten Kindern bestätigen, wäre dies der erste Fall einer nachgewiesenen Zunahme von Krebs seit der Fukushima-Katastrophe.

Nachdem bereits die Daten der ersten Untersuchung für künftige Einschätzungen aufbereitet wurden, wollen die Wissenschaftler nun beobachten, ob es tatsächlich zur Entwicklung von Krebs bei den Kindern kommt. Langfristig soll in der Präfektur untersucht werden, ob ein kausaler Zusammenhang zwischen Kraftwerkskatastrophe und den Fällen von Schilddrüsenkrebs besteht.

Über die aktuellen Entdeckungen berichtete zunächst die Kyodo unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Quellen. Nachdem im November zunächst der Verdacht von Überdiagnosen von Schilddrüsenkrebs aufkam, wurde Ende November dann zusätzliche Krebskontrollen bei Kindern gefordert.

Weihnachtliches Kuriosum: Zum Zeitpunkt der Fertigstellung dieses Artikels gegen 15:08 MEZ,  flog der Weihnachtsmann im Rahmen des “NORAD tracks Santa” Projekts gerade über die Präfektur Fukushima.

Doch egal ob in Japan, Deutschland, oder dem Rest der Welt: Das Team von Spreadnews in Deutschland und Japan wünscht allen Lesern ein Frohes Weihnachtsfest – クリスマスおめでとう。

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