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Fukushima aktuell: Wieder technisches Problem an Kran von Reaktor 4

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Artikelbild - Fukushima-Reaktor 4: Krananlage am 19. September 2013 (Foto: TEPCO)
Fukushima-Reaktor 4: Krananlage am 19. September 2013 (Foto: TEPCO)

Zwei gestrigen Erdbeben und ein heutiger Fehler an einem Kran – die aus Fukushima heute zu hörenden Meldungen scheinen wenig positiv. Doch Industrieministerin Obuchi versichert, sich um Problemlösungen zu kümmern und zumindest für die geplanten Zwischenlager gibt es erfreuliche Fukushima News – im Spreadnews Japan-Ticker vom 25. September 2014.

  • Ausfall von Kran in Reaktor 4
  • Zwei Erdbeben treffen Fukushima-AKW
  • Bessere Filtermöglichkeit für radioaktives Wasser entwickelt

Ausfall von Kran in Reaktor 4 : Am gestrigen Mittwoch kam es gegen 10:35 Uhr bei der täglichen Kontrolle am Brückenkran in Reaktor 4 zu einem Alarm. Untersuchungen ergaben, dass offenbar ein Spannungsabfall an einem Batterie-Stromkreis zum Problem geführt hatte.

Heute wurde die Auswechselung der Batterie eingeleitet und nach Tests keine weiteren Probleme festgestellt, so dass ein Neustart des Krans durchgeführt werden konnte. Das berichtete der Kraftwerksbetreiber TEPCO in einer aktuellen Meldung.

Es ist nicht das erste Mal, dass es dort zu technischen Problemen kommt. Ende März war ein Ausfall des Krans in Reaktor 4 aufgetreten. Auch an anderer Stelle ereigneten sich Zwischenfälle mit Hebevorrichtungen. So war es bereits Anfang März zu einem Stromausfall am Brennelementekran von Reaktor 5 gekommen.

Zwei Erdbeben treffen Fukushima-AKW: Am Mittwoch ereigneten sich zwischen 21:45 Uhr (Ortszeit) und 22:31 Uhr zwei Erdbeben, deren Epizentren vor der Präfektur Fukushima lagen. Das erste Beben, das die Anlage um 14:45 Uhr MEZ traf, hatte eine Stärke von 5,0.

Das zweite Erdbeben ereignete sich etwa 45 Minuten später gegen 15:31 Uhr MEZ und wies eine Stärke von 5,2 auf. Die japanische Wetterbehörde gab jedoch keine Tsunami-Warnung aus.

Der Kraftwerksbetreiber TEPCO veröffentlichte unmittelbar nach dem Erdbeben eine Erklärung. In dieser berichtete das Unternehmen, dass weder am Kernkraftwerk Fukushima Daiichi (Fukushima 1) noch am Kernkraftwerk Fukushima Daini (Fukushima 2) Betriebsstörungen auftraten.

Später aktualisierte der Betreiber diese Angaben und versicherte, auch bei Folgekontrollen auf den Kraftwerksgeländen habe man keine Schäden auf den Anlagen festgestellt. Erdbeben sind in Japan keineswegs selten, sondern ein tägliches Ereignis, das auch beim Bau der Kernkraftwerke berücksichtigt wurde. An der Tatsache besonderer Gefährdung für bereits beschädigte Anlagen ändert dies allerdings nichts.

Bessere Filtermöglichkeit für radioaktives Wasser entwickelt: Ein gemeinsames Projekt zwei japanischer Unternehmen, könnte die künftige Kontrolle von radioaktiv belastetem Wasser deutlich beschleunigen. Die von der Kajima Corporation und dem Analysegeräte-Hersteller Nikkin Flux Inc. entwickelte Anlage misst lediglich 2,2 mal 2,7 Meter, weist jedoch hohe Leistung auf.

Beispielsweise kann eine Menge von 3.500 Litern Wasser innerhalb von etwa 20 Minuten auf den Cäsiumgehalt untersucht werden – ein Vorgang der im Regelfall mehr als drei Stunden Zeit in Anspruch nehmen würde. Nach Angaben der Entwickler kann im Vergleich zu den bislang genutzten Anlagen die 1.800-fache Menge an Wasser in neunfacher Geschwindigkeit analysiert werden.

Die Anlage soll zwar auch an konventionelle Abfallentsorgungsbetriebe verkauft werden, als künftiger Einsatzort für die Neuentwicklung, die auf Wasseraufbereitungstechnologie von Kajima und Analysegeräten von Nikkin Flux basiert, gelten aber vor allem die geplanten Zwischenlager für kontaminiertes Erdreich und Abfälle aus den Dekontaminationsarbeiten. Über die Neuentwicklung berichtete die Asahi Shimbun.

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