Start Aktuelles Fukushima aktuell: Wildschweinplage in Futaba soll effektiver bekämpft werden

Fukushima aktuell: Wildschweinplage in Futaba soll effektiver bekämpft werden

Evakuierte Gemeinde Futaba will Schäden durch Wildtiere begrenzen

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Artikelbild - Wildschweinspuren in Japan (Foto: pd)
Präfektur Fukushima: Wildschweinproblematik soll neu angegangen werden (Symbolfoto: pd)

Ein jahrelanges Problem in Sperrgebietsgemeinden sorgt in Fukushima heute wieder für Schlagzeilen. Die Bekämpfung von Wildschweinen soll in neue Bahnen gelenkt werden. Einzelheiten der Fukushima News gibt es jetzt im Spreadnews Japan-Ticker vom 26. April 2018.

Futaba plant neue Maßnahmen gegen Wildschweinplage

Bei einem Treffen der Verantwortlichen für die evakuierte Gemeinde Futaba, die am gestrigen Mittwoch in Iwaki (Präf. Fukushima) stattfand, wurden weitere Maßnahmen zur Bekämpfung der Wildschweinplage in Teilen der Gemeinde diskutiert.

Insbesondere in Gebieten, für die im Rahmen des Drei-Zonen-Modells aufgrund sinkender Strahlungswerte eine steigende Rückkehraussicht besteht, sind die Verwüstungen durch die Tiere ein Hindernisgrund für potentielle Heimkehrer.

Als Teil der Maßnahmen sollen die Teams zum Fang der Tiere neu organisiert werden. Bis zum vergangenen Jahr war ein externes Unternehmen von der Gemeinde beauftragt worden. Jetzt will man dort andere Wege gehen.

Nun sollen vermehrt Personen, die bereits vor der AKW-Krise mit der Reduzierung schädlicher Tierbestände beschäftigt waren, diese Arbeit übernehmen. Man erhofft sich durch die Einbindung einstiger Bewohner höhere Effektivität durch Orts- und Verhaltenskenntnisse.

Zwar steigt die Zahl der gefangenen Tiere aufgrund aufgestellter Fallen jedes Jahr, doch immer noch sind die Schäden in den leerstehenden Gebäuden und den landwirtschaftlichen Nutzflächen immens.

Die genaue Organisationsstruktur und das Vorgehen sollen nun möglichst schnell geklärt werden, um so bald wie möglich die erforderlichen Schritte einleiten zu können.

Zusätzlich hierzu sollen die Äste von Kaki-Bäumen in den Gärten gekürzt werden, um den Wildschweinen keine attraktive Nahrungsquelle mehr zu bieten. Das Umweltministerium will auch weitere Tiere, wie etwa Dachse fangen, die Schäden anrichten können.

Die Zahl der Fallen für Wildschweine soll auf 100 und die für Dachse auf 70 Stück erhöht und somit der bisherige Stand in der Gemeinde verdoppelt werden. Über diese Pläne berichteten Präfekturmedien.