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Fukushima aktuell: Zeit für Erstunterkünfte läuft ab

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Artikelbild - Übergangshaussiedlung (Foto: Copyright by Andreas Teichert, DTRG e.V.)
Nicht nur in Fukushima präsent: Übergangshäuser in der Präfektur Miyagi (Foto: Copyright by Andreas Teichert/DTRG e.V.)

Für viele Bewohner der Präfektur sind die Folgen der Krise am AKW Fukushima heute noch präsent und ihre Auswirkungen könnten sich für einige weiter steigern. An anderer Stelle zeigen die aus Japan aktuell gemeldeten Fukushima News aber auch Fortschritte.

Die Einzelheiten der Meldungen finden sich jetzt im Spreadnews Japan-Ticker vom 2. Dezember 2015.

Unsere heutigen Themen im Überblick:

  • Grundsteinlegung für Abfallverbrennung in Naraha
  • Zeit für Erstunterkünfte in Fukushima läuft ab

Zeit für Erstunterkünfte in Fukushima läuft ab: Einrichtungen, die unmittelbar nach der Krise von Fukushima für Flüchtling geschaffen wurden, sollen in etwa 15 Monaten geschlossen werden  – ein Umstand der für Ratlosigkeit sorgt.

Lediglich Personen, deren einstigen Wohnhäuser in Gebieten liegen, die im Rahmen des Drei-Zonen-Modells als „langfristig unbewohnbar“ eingestuft wurden, haben Anspruch auf die im Bau befindlichen Unterkünfte des sozialen Wohnungsbaus.

Doch während viele der Berechtigten finanziell ausreichend vom AKW-Betreiber TEPCO entschädigt wurden, dadurch neue Häuser kaufen konnten und diese Angebote nicht benötigen, ist der Weg in die Zukunft für Personen ohne Wohnungsanspruch mit Unwägbarkeiten gepflastert.

So wurde zwar Anfang September die Evakuierungsanordnung für Naraha aufgehoben und die Schließung von Übergangsunterkünften für März 2017 bekannt gegeben – doch Anspruch auf die langfristige Unterbringung in Projekten des sozialen Wohnungsbaus in den Städten Fukushima und Iwaki besteht nicht.

Somit steht die Zahl der Unterkünfte in keinem Verhältnis zur Zahl der Personen, die immer noch abseits ihrer einstigen Wohnorte leben.

Viele Einwohner von Naraha schrecken jedoch vor einer dauerhaften Rückkehr zurück und nur ein geringer Teil ist bislang in ihren Heimatort zurückgekehrt. Das mag auch an der neu gegründeten Forschungseinrichtung zur Stilllegung des AKW Fukushima Daiichi liegen.

Der Forschungskomplex, auf dem etwa 1.100 Beschäftigte in zehn Fertigunterkünften wohnen, vermittelt manchen das Gefühl, noch mitten in der Kraftwerkskrise zu stecken – eine wenig attraktive Aussicht für Menschen, die ein normales Leben wiederhaben möchten. Über die Probleme berichtete die Mainichi Shimbun.

Grundsteinlegung für Abfallverbrennung in Naraha:  In Naraha (Namikura) fand die Grundsteinlegung einer Verbrennungsanlage für Dekontaminationsabfälle statt. An der Zeremonie nahmen etwa 80 Personen teil, darunter auch der stellvertretende Umweltminister Shinji Inoue.

Hauptaufgabe der Anlage wird die sichere Entsorgung von Abfällen sein, die bei Arbeiten in Naraha anfallen. Der Bau der Anlage auf einem vier Hektar messenden Grundstück wird etwa 35,3 Milliarden Yen kosten.  Mit der Fertigstellung wird für Oktober 2016 gerechnet, bereits einen Monat später soll die Anlage in Betrieb gehen.

Flugasche und die Rückstände der Verbrennung werden, sofern sie eine Konzentration von radioaktivem Material über 100.000 Becquerel pro Kilogramm aufweisen, in ein Zwischenlager in Tomioka transportiert werden. Über den Beginn der Arbeiten berichteten Präfekturmedien.

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