Start Aktuelles Fukushima aktuell: Zeitweiser Ausfall der Wasserstandsmessung an Kontrollposten

Fukushima aktuell: Zeitweiser Ausfall der Wasserstandsmessung an Kontrollposten

Technischer Defekt führte zu Unklarheit über mögliche Pegeländerungen

967
0
TEILEN
Artikelbild - AKW Fukushima: Eine Pumpe des Grundwasserumleitungsprojekts am 9. April 2014 (Foto: TEPCO)
AKW Fukushima: Wasserstandsanzeiger an Grundwasserbrunnen ausgefallen (Symbolfoto: Copyright by TEPCO)

Ein technischer Defekt sorgte am AKW Fukushima heute über mehrere Stunden für Nervosität, da wichtige Informationen nicht wie vorgesehen eingingen. Die Fukushima News des Betreibers TEPCO verraten allerdings wenig von dieser Anspannung.

Die Details und Hintergründe, sowie die weitere Entwicklung der Ereignisse findet sich nun im heutigen Spreadnews Japan-Ticker vom 18. Mai 2018.

Störung der Datenübertragung an Grundwasserkontrollposten

Am heutigen Freitag ertönte auf dem Gelände des AKW Fukushima Daiichi gegen 11:28 Uhr (Ortszeit) ein Alarm. Er wies darauf hin, dass Probleme bei der Übermittlung von Daten über den Wasserstand an zwei so genannten Subdrains auftraten.

Bei den Subdrains handelt es sich um Grundwasserbrunnen, die zur Kontrolle des Pegels genutzt werden und an denen regelmäßig Abpumparbeiten erfolgen, um das Gleichgewicht zwischen dem Wasserstands in den Gebäuden und dem Grundwasser zu gewährleisten.

Auch wenn gegenwärtig der Wasserstand in keinem Gebäude den dieser Kontrollposten übersteigt, ist das Fehlen einer dauerhaften Überwachung des Pegels langfristig ein Problem, dessen Handhabung in einer Sicherheitsrichtlinie geregelt wird.

Den Vorgaben entsprechend wurden gegen 13:27 Uhr alle Pumpmaßnahmen eingestellt, um auf diese Weise zu gewährleisten, dass der Pegel in diesen Grundwasserkontrollposten höher liegt, als beim aufgestauten Wasser in den Gebäuden.

Andernfalls könnte es zu einem schwallartigen Erguss von stark radioaktivem Wasser aus den Gebäuden in das Grundwasser kommen. Zunächst lagen jedoch keine Meldungen über weitere Auffälligkeiten an anderen Teilen der Kraftwerksanlage vor.

Später aktualisierte die Betreiberfirma TEPCO die bislang gemachten Angaben. So habe der Fehler offenbar an einem Kabel für die Kommunikation der Geräte untereinander gelegen und nach dem Austausch des Kabels sei der Normalzustand wieder erreicht worden

Somit kam der Kraftwerksbetreiber gegen 17:55 Uhr zu dem Schluss, das nun die geltenden Bestimmungen wieder eingehalten werden. Sobald alle Maßnahmen getroffen wurden, sollen die Pumpen an den Grundwasserposten wieder in Betrieb gehen.

Über diesen Zwischenfall berichtete der Kraftwerksbetreiber TEPCO.