Start Aktuelles Fukushima aktuell: Zukunft der Wiederaufbauhilfen nach 2021 unklar

Fukushima aktuell: Zukunft der Wiederaufbauhilfen nach 2021 unklar

Wiederaufbau der Region Tohoku muss bürokratisch völlig neu geregelt werden

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Artikelbild: Weg durch die Katastrophenregion Tohoku (Copyright: Andreas Teichert, DTRG e.V.)
Region Tohoku: Zukunft von Fukushima, Iwate und Miyagi ab 2021 ungewiss (Symbolfoto: Copyright: Andreas Teichert, DTRG e.V.)

Nach den Olympischen Spielen 2020 könnte das Schicksal der Region Tohoku zweitrangig werden – so äußerten sich in Fukushima heute besorgte Bürger aufgrund der neusten Fukushima News aus Regierungskreisen.

Welche Meldung diese Menschen in Japan aktuell so bewegt und welche Folgen damit verbunden sind, erfährt man nun im Spreadnews Japan-Ticker vom 23. Januar 2018.

Regierung muss Langzeit-Wiederaufbau von Tohoku nach 2021 erarbeiten

Während schwere Schneefälle in der Präfektur Fukushima aktuell für Probleme im Verkehr sorgen, sieht sich die Regierung offenbar dazu genötigt, nach künftigen Möglichkeiten zum dauerhaften Wiederaufbau der Region Tohoku zu suchen.

Ursache hierfür ist die geplante Auflösung der „Behörde für Wiederaufbau“ im März 2021. Dieser Schritt geht mit dem Ablauf des offiziellen Zeitraums für den Wiederaufbau der Region einher.

Doch angesichts der Tatsache, dass einige Gemeinden nach wie vor vollständig gesperrt sind und Evakuierungsanordnungen noch in Kraft, muss eine weitergehende Lösung für die betroffenen Gemeinden und die Evakuierten entwickelt werden.

Um die erforderlichen Maßnahmen planen zu können, will die Regierung in Tokyo einen besseren Überblick darüber, was die Menschen sich an Hilfe erhoffen.

Zu diesem Zweck  beginnt die Regierung nun durch Meinungsumfragen in 12 Gemeinden der Präfektur Fukushima in Erfahrung zu bringen, welche Forderungen durch die Evakuierten an die Gemeinden entstanden sind und welche Hilfe erforderlich sein wird.

Bis zum März 2020 soll auf Grundlage der so gewonnenen Erkenntnisse ein Unterstützungsplan stehen, auf dessen Grundlagen die Aufgaben der benötigten Nachfolgeorganisation ausgearbeitet werden sollen.

Parallel dazu laufen Gespräche mit den beiden Nachbarpräfekturen Iwate und Miyagi, die ebenfalls vom schweren Großbeben und den Folgen des Tsunami vom März 2011 betroffen sind und sich um eine Normalisierung der Situation bemühen.

Die Behörde für Wiederaufbau war im Februar 2012 geschaffen worden, um die Unterstützung in den besonders schwer betroffenen Gebieten zu koordinieren. Gegenwärtig sind etwa 520 Angestellte dort beschäftigt.

Da die Mitarbeiter unter anderem auch bei der Rückkehr von evakuierten Einwohnern Hilfestellung leisten und den Wiederaufbau von Geschäften fördern, ist eine Weiterführung dieser Aufgaben dringend erforderlich.

Die genauen Vorstellungen über die Nachfolgeinstanz sind jedoch noch nicht geklärt.

Kritiker befürchten, die künftige Wiederaufbauhilfe könnte sich in einem reinen Finanzierungsprojekt für die Region erschöpfen – und fordern stattdessen die Schaffung einer Behörde, die sich zusätzlich dem landesweiten Katastrophenschutz widmet.

Über die ersten Zukunftspläne berichtete die jiji unter Berufung auf informierte Quellen.