Fukushima aktuell: Zweiter Kamera-Einsatz in Reaktor 2 erfolgreich

Fukushima aktuell: Zweiter Kamera-Einsatz in Reaktor 2 erfolgreich

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Artikelbild - Fukushima-Reaktor 2: Aufnahmen der Kamera-Inspektion am 26. Januar 2017 (Foto: TEPCO/IRID)
Fukushima-Reaktor 2: Aufnahmen der Kamera-Inspektion am 26. Januar 2017 (Foto: TEPCO/IRID)

Jetzt konnte der Betreiber des AKW Fukushima heute doch noch vor Monatsende die erfolgreiche Durchführung der Kamera-Inspektion eines Reaktors bekannt geben. Somit sind die aus Japan aktuell gemeldeten Fukushima News von Bedeutung für künftige Schritte.

Die Details zu den Umständen und Ergebnissen, sowie den sich daraus ergebenden Folgen, gibt es nun im Spreadnews Japan-Ticker vom 26. Januar 2017.

Kamera-Einführung in Reaktor 2 schließlich doch gelungen

Nach dem Fehlschlag eines Kamera-Einsatzes in den Sicherheitsbehälter von Reaktor 2 des AKW Fukushima Daiichi, hatte die Betreiberfirma TEPCO bereits eine erste Einschätzung der Hintergründe veröffentlicht.

Jetzt ist es doch gelungen, das Führungsrohr und die Stange mit der Kamera an der Spitze einzuführen. Damit steigen auch die Chancen für den angekündigten Einsatz des Skorpion-Roboters.

Fukushima-Reaktor 2: Erste Kameraufnahmen am 26. Januar 2017 (Foto: TEPCO/IRID)
Fukushima-Reaktor 2: Erste Kameraufnahmen am 26. Januar 2017 (Foto: TEPCO/IRID)

Die veröffentlichten Video-Aufnahmen zeigen den Weg durch das Rohr und ermöglichen zudem einen ersten Blick auf verschiedene Trümmer und Objekte, die sich innerhalb des Behälters befinden.

Als Ergebnis der Kamera-Inspektion kommt TEPCO zu dem Schluss, dass keine Trümmer den Weg des Skorpionroboters bei seinem künftigen Einsatz behindern werden.

Beim fehlgeschlagenen Versuch war nach aktuellen Erkenntnissen das Dichtungsmaterial am Eindringpunkt bei Raumtemperatur ausgehärtet und hatte so das Einführen verhindert. Die Außentemperatur damals betrug -1,5 Grad Celsius.

Durch das Anbringen einer Wärmeisolierung konnte die Temperatur an der Stelle bis auf 20°Celsius erhöht und das Führungsrohr schließlich problemlos eingeführt werden.

Ausblick

Der Roboter soll im kommenden Monat genauere Erkenntnisse über die Situation innerhalb des Sicherheitsbehälters liefern. Von besonderem Interesse sind dabei Position und Zustand der geschmolzenen Brennelemente, sowie die Strahlungswerte.

Über den verspäteten Erfolg dieses Arbeitsschrittes an Reaktor 2 berichteten Präfekturmedien.

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