Fukushima aktuell: Zwischenfall beim Wassertransfer

Fukushima aktuell: Zwischenfall beim Wassertransfer

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Artikelbild: Offizielles Foto des AKW Fukushima Daiichi (Foto: TEPCO)
AKW Fukushima Daiichi: (Foto: TEPCO)

Während Japan den Staatsgründungstag (kenkoku-kinen no hi) begeht und aus der Präfektur Fukushima heute von schweren Schneefällen berichtet wird, meldet der Betreiber des AKW Fukushima aktuell einen neuen Zwischenfall. Details, sowie weitere Fukushima News, jetzt im Spreadnews Japan-Ticker vom 11. Februar 2015.

Unsere heutigen Themen:

  • Zwischenfall beim Wassertransfer
  • Erneut Suche nach Katastrophenopfern
  • Fukushima-Filme auf der Berlinale

Zwischenfall beim Wassertransfer: Wie Kraftwerksbetreiber TEPCO am heutigen Mittwoch meldet, kam gegen 10:38 Uhr, beim Transfer von radioaktiv belastetem Wasser aus dem Untergeschoss des Turbinengebäudes von Reaktor 2, zum Untergeschoss des Turbinengebäudes von Reaktor 3, zu einem Stopp der Transferpumpe.

Da jedoch kein Leckalarm ausgelöst wurde, habe man eine Kontrolle vor Ort durchgeführt und dabei festgestellt, dass an der Bedienungskonsole der Transferpumpe ein Ausschalter aktiviert worden war. Daraufhin wurde der Schalter außer Betrieb genommen. Sicherheitshalber durchgeführte Kontrollgänge entlang der Leitung zwischen den Turbinengebäuden der Reaktoren 2 und 3 ergaben keine Lecks.

Gegenwärtig habe man den Wassertransfer gestoppt und beobachte den Wasserstand. Für den morgigen Donnerstag ist eine Wiederaufnahme unter Verwendung einer anderen Pumpe vorgesehen und der Transfer in das Gebäude einer Abfallverarbeitungsanlage erfolgen.

Nach Angaben von TEPCO besteht nun ein Zeitfenster von drei Wochen, bevor die zulässigen Vorgaben überschritten werden. Man untersuche die Umstände, wie es zu der Schalterfehlstellung kommen konnte.

Erneut Suche nach Katastrophenopfern: Nur einen Monat vor dem vierten Jahrestag der Tohoku-Katastrophen, führten Polizeikräfte, sowie Küstenwache, Feuerwehr und freiwillige Helfer, heute eine Suchaktion nach bislang noch als vermisst geltenden Personen durch.

Dabei wurde in der Präfektur Fukushima, neben der Küstenregion Hamadori, auch das Flussbett des Ukedogawa nach Spuren durchsucht. Auch in den Nachbarpräfekturen Miyagi und Iwate gab es erneute Suchaktionen, etwa an den Schleusentoren in Rikuzentakata. Dort waren im März 2011 Feuerwehrleute bei dem Versuch, die Tore manuell zu schließen, durch den Tsunami ums Leben gekommen.

Nach Angaben der Nationalen Polizeibehörde gelten insgesamt noch 2.586 Personen als vermisst. Über die Suchaktion berichteten Kyodo und Präfekturmedien.

Fukushima-Filme auf der Berlinale: Auf dem diesjährigen Filmfestival sind auch Filme zu sehen, die sich mit den Folgen der Tohoku-Katastrophen befassen. Regisseur Atsushi Funahashi präsentiert mit seiner 2014 gedrehten Dokumentation „Futaba kara toku hanarete dainibu – Nuclear Nation II“ den Nachfolger zu seinem Werk „Futaba kara tooku hanarete – Nuclear Nation“ von 2012.

Auch der Kurzfilm „Snapshot – Mon Amour“ von Christian Bau befasst sich mit einer Folge der Kraftwerkskatastrophe – den „Atomtrennung“ (genpatsu rikon) genannten Scheidungen. Die diesjährige Berlinale läuft vom 5. bis 15. Februar 2015.

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