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Fukushima und die Folgen: Gedenken oder Gedächtnislücke?

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Artikelbild - Tohoku-Katastrophe und AKW-Krise: Gedenken oder Gedächtnislücke?
Tohoku-Katastrophe und Fukushima-Krise: Gedenken oder Gedächtnislücke?

Die Erinnerung an das Tohoku-Großbeben, den Tsunami und die AKW-Krise vom 11. März 2011, ist nicht nur für die Menschen in den Präfekturen Iwate, Miyagi und Fukushima heute genau so wichtig, wie in den Jahren zuvor.

Auch wir fühlen eine Verbindung und Verpflichtung gegenüber jenen, die damals ihr Leben verloren, oder neu aufbauen mussten, die unter Schmerz und Drangsal leiden, da die Krise immer noch nicht bewältigt ist. Ihnen gilt unser Mitgefühl und unsere Anteilnahme.

Für Spreadnews-Stammleser, die unsere ununterbrochene Berichterstattung seit sechs Jahren verfolgen, sind Einzelheiten der Ereignisse zumindest innerhalb der Präfektur Fukushima nur allzu vertraut.

Doch anlässlich dieses Jahrestags geht es vielfach nicht mehr vorrangig um das Gedenken, sondern zunächst um das Erinnern, das Ins-Gedächtnis-zurückrufen.

Was geschah in diesen sechs Jahren?

Gerade einmal sechs Jahre ist es nun her – und es wirkt auf unser Redaktionsteam bisweilen bestürzend, wie gering das Bewusstsein für die Tohoku-Katastrophen mitunter geworden zu sein scheint.

Auch in den deutschen Medien ist die Region höchstens noch eine eilig hingeworfene Meldung wert – es wird pflichtschuldig berichtet und das war es dann auch schon wieder.

Fürchten zu müssen, dass es in Zukunft nicht möglich sein wird, mit einem einfachen „Je suis Tohoku“ oder „Pray for Japan“ der Opfer zu gedenken, weil zunächst das Gedächtnis der Menschen aufgefrischt werden muss, stimmt uns nachdenklich

Deshalb werden wir unsere Arbeit weiterhin fortsetzen und regelmäßig berichten – auch in der Hoffnung, dass sie weiterhin zu unseren Lesern zählen und somit zu jenen gehören, die aufrichtig gedenken können, ohne zuvor eine Geschichtsstunde erhalten zu müssen.

Sollten Sie erst vor Kurzem zu unserer Leserschaft gestoßen zu sein, freuen wir uns über ihr Interesse an diesem wichtigen Thema und werden uns bemühen, sie auch in den nächsten Jahren weiter aktuell informieren zu können.

Hoffnungsvoll,

Die Spreadnews-Redaktion

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