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Fußball-WM 2011: Deutsche Damen gewinnen Auftaktspiel gegen Kanada

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Endlich rollt der Ball für die Frauenfußball-WM in Deutschland.

Vor 73 680 Zuschauer im ausverkauften Olympiastadion in Berlin fand das Eröffnungsspiel zwischen Deutschland und Kanada statt. Die Stimmung war grandios, das Wetter freundlich und auch die Spielerinnen waren sichtlich beeindruckt, da sie sonst nur vor kleiner Kulisse spielen.

Zahlreiche Prominenz – spektakuläre Eröffnung

Anwesend waren neben sportlichen Urgesteinen wie Franz Beckenbauer auch politische größen wie etwa Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Finanzminister Wolfgang Schäuble (ebenfalls CDU), sowie als internationaler Repräsentant  der Botschafter der Kanadier.

Die Eröffnungsrede kam von dem Bundespräsidenten Christian Wulff, der dann auch den lange erwarteten Satz: “Ich erkläre die Frauenfussball-WM 2011 für eröffnet” sprach.

Vorausgegangen war eine elfminütige Eröffnungszeremonie in deren Verlauf nicht allein unter Unterstützung von 2000 Freiwilligen aus Berliner Schulen 4000 Luftballons steigen gelassen wurden – ein spektakulärer Globus vermittelte bereits vorab sportives Feeling.

Dann begann das Spiel.

Die Anfangsminuten gehörten den Deutschen. Sie spielten forsch auf und ließen keinen Zweifel aufkommen, dass sie gewinnen wollten. Doch in der 6. Minute dann aus dem Nichts eine Chance für Kanada – es blieb jedoch beim Schrecken, denn Christine Sinclair zog, allein vor Nadin Angerer stehend, den Ball weit übers Tor.

Deutsche Führung mit 1:0

In der 10. Minute, dann ein Angriff der Deutschen. Kerstin Garefrekes, selber schon von hoher Statur, sprang – und brachte Deutschland mit einem Kopfball zur 1:0 Führung. In der folge drängte die Mannschaft weiter, sichtlich gewillt ihren Vorsprung auszubauen.

Tatsächlich gab es im weiteren Verlauf des Spiels weitere Chancen für die Deutschen, die jedoch ungenutzt blieben, während die Kanadierinnen zunehmen besser ins Spiel fanden.

Deutschland mit 2:0 in Führung

Genau in dieser Phase, als die kanadischen Damen immer Ballsicherer wurden fiel in der 42. Minute dann das zweite Tor für die Deutschen – der aktuelle Spielstand betrug somit 2:0 und einen Ausbau der Führung für Deutschland.

Die junge Nationalspielerin Célia Okoyino da Mbabi war es gelungen einen Abwehrfehler der Kanadierinnen ausnutzen und so weitgehend ungehindert das Tor zu schießen.

Mit diesem Spielstand von 2:0 ging es in die Halbzeit

Gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit gab es einen Doppelwechsel bei Kanada, der jedoch taktisch wenig erfolgreich schien, waren es doch weiterhin die deutschen Damen, die das Spiel beherrschten. Erst in der  55. Minute dann auch der erste Wechsel bei den Deutschen. Birgit Prinz verließ den Platz und Alexandra Popp kam ins Spiel.

Die Kanadierinnen wurde zunehmend in die eigene Hälfte zurück gedrängt, aber das von den deutschen Fans erhoffte dritte Tor wollte nicht fallen. In der 65. Minute dann ein Schuß aus 22 Metern von Popp, der die Latte traf.

Viele Torchancen – kein Glück für Deutschland

Nach einem weiteren Wechsel der Deutschen – Okoyino da Mbabi und machte für Inka Grings Platz – setzte eine wahre Flut von Torchancen für das deutsche Team, doch selbst alleine vor dem leeren Tor wollte der Ball nicht ins Netz.

In der 70. Minute dann der letzte Wechsel bei den Deutschen. Fatmire Bajramaj kam für Melanie Behringer aufs Spielfeld.

Die Kanadierinnen wurden spieltechnisch zunehmend schwächer und so kamen die Deutschen zu immer mehr Chancen.  In der 75. Minute dann wieder ein Lattentreffer. Diesmal hatte Simone Laudehr aus 25 Metern abgezogen.

Fragwürdige Schiedsrichterentscheidungen – Tor für Kanada

In der 80. Minute wechselten die Kandierinnen dann auch zum dritten Mal – und wenig später setzte eine Reihe von, aus Sicht vieler deutscher Fans, zweifelhaften Entscheidungen der Schiedsrichter ein.

In der 81. Minute gab es die erste gelbe Karte für Simone Laudehr. Den anschließende Freistoß für die Kanadier wurde aus 20 Metern Entfernung durch Christine Sinclaire hatte dann auch den gewünschten erfolg – Kanada mit dem ersten Tor in der  82. Minute

Nun witterten die Kanadierinnen Morgenluft. Das nahm die deutsche Trainerin Silvia Neid zum Anlass, das erste Mal im gesamten Spielverlauf aufzustehen und lautstark Anweisungen zu geben.

In der 89. Minute dann eine weitere fragwürdige Entscheidung – eine weitere gelbe Karte für Deutschland ging an Annike Krahn. Angesichts dieser Entwicklung war offensichtlich, dass die deutsche Damenmanschaft nur noch den Ball halten und auf Zeit spielen würden.

Die Rechnung ging auf – die deutsche Frauen-Nationalmannschaft besiegte im Auftaktspiel gegen Kanada die Gegner mit einem 2:1

Kritiker könnten nun bemängeln, dass es sich um das erste Gegentor, seit der WM 2003 handelte, hatten doch die Deutschen bei der WM 2007 nicht einen Gegentreffer hinnehmen müssen.

Frankreich besiegt Nigeria

Im zweiten Spiel der Gruppe siegte Frankreich nach einem in die Länge gezogenen, wenig spektakulärem Spiel glücklich gegen Nigeria mit 1:0. Auch dieses Spiel fand vor vollem Stadion in Sinsheim, in der Arena der 1899 Hoffenheim statt.

2 Kommentare

  1. “Deutsche Damen gewinnen Auftaktspiel gegen Kanada”

    Falsch! Beim Tennis gibt es Damen. Beim Fußball gibt es nur Frauen. Und der Frauenfußball verschwindet nach den aktuell massiven Meinungsmanipulationsversuchen hoffentlich bald wieder da, wo er hingehört: In der Versenkung. Ist das widerlich, wie in den Medien versucht wird mit Gewalt Stimmung für diese WM zu erzeugen. Und lächerlich, dass alle Spiele dieser Randsportart live übertragen werden. Was bin ich froh, wenn diese WM-Tortur vorbei ist. Hoffentlich mit grottenschlechten Einschaltquoten und gähnend leeren Stadien.

  2. Hallo E. G.

    Wir haben Ihren Kommentar freigegeben, zum einem um Ihrem Recht auf Meinungsfreiheit zu entsprechen, zum Anderen zeigt er den Mitlesern auch deutlich, dass Sexismus ebenso wie Homophobie, noch längst nicht aus dem Umfeld des Sports verschwunden Sportliches “Fair Play” sieht jedenfalls anders aus.

    Die Redaktion

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