Start Reisen und Touristik Gefahr durch Öl in Florida laut US-Angaben gebannt

Gefahr durch Öl in Florida laut US-Angaben gebannt

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In der Region der Florida Keys & Key West ist laut US-Regierung immer weniger davon auszugehen, dass Reste des Öls die Küste Floridas oder der Florida Keys erreichen. Nachdem das Ölleck vor dem Golf von Mexiko am 16. Juli dieses Jahres nach vermehrten Versuchen endlich komplett versiegelt werden konnte, ist die Gefahr einer weiteren Ausbreitung des Öls gebannt.

Denn es ist nach Aussagen der U.S. Coast Guard (US Küstenwache) sehr unwahrscheinlich, dass das sich noch im Meer befindliche Öl in den Strömungskreislauf gezogen würde und auf diesem Wege die Küsten Floridas erreichen könne. Somit besteht für Florida-Reisende kein Grund zur Panik, das Schwimmen, Tauchen oder Fischen ist auch weiterhin problemlos möglich. Selbst die nächstgelegene Zone, in der zu akuten Zeiten ein Fischfangverbot erteilt wurde, ist immer noch über 400 Kilometer von Key West entfernt.

Wenn auch nicht unbedingt in der beliebten Urlaubsregion Florida, so sind dennoch erhebliche Schäden für das empfindliche Ökosystem vor dem Golf von Mexiko entstanden. Neun Tage nach dem Unglück wurde von der US-Regierung entschieden, den Ölteppich systematisch abzubrennen. Dabei wurden toxische Gase freigesetzt, die zu starker Luftverschmutzung in dem Gebiet geführt haben. Zudem setzten sich die Partikel auf der Meeresoberfläche wieder ab, so dass eine weitere Belastung entstand.

Auch die Maßnahme, chemische Stoffe in den Ozean zu entlassen, damit diese das Öl zersetzen, ist umstritten. Denn das Öl würde lediglich nach unten abgedrängt werden, damit es nicht an die Oberfläche treibe. Auch nach der Anordnung der US-Regierung Ende Mai 2010, die Verwendung der Chemikalien so stark wie möglich zu begrenzen, sind weiterhin große Mengen durch die US-Küstenwache erlaubt worden.

Obwohl sich die Ölindustrie im Bereich des Golfs von Mexiko stark ausgebreitet hat, ist auch die Fischerei weiterhin ein wichtiger und stabiler Wirtschaftsfaktor der Region gewesen. Fast 70 Prozent der gesamten amerikanischen Shrimpproduktion kommen aus dem am Golf gelegenen Bundesstaat Louisiana.

Vielen Fischern ist aufgrund der Ölkatastrophe die Lebensgrundlage entzogen worden, denn die betroffenen Gewässer wurden für den Fischfang gesperrt. Zwar sind die meisten Fischerboote heute wieder im Einsatz, doch sind die Shrimppreise drastisch gefallen – keiner hat so richtig Appetit auf die Meeresfrüchte aus dem Golf von Mexiko. Man fragt sich, welche langfristigen Folgen die Ölpest für den Fischfang in der Region haben wird.

Zur Entschädigung der Opfer der Ölkatastrophe wurde von der Firma BP Mitte Juni 2010 ein Treuhandfonds von über 20 Mrd. US-Dollar eingerichtet, mit Hilfe dessen die Betroffenen wieder eine Existenz aufbauen sollen.

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