Start Aktuelles gestiegene Abgaben auf Strompreise – und ein Ende ist nicht in Sicht

gestiegene Abgaben auf Strompreise – und ein Ende ist nicht in Sicht

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Eine aktuelle Analyse des Bundesverbandes der Energie-und Wasserwirtschaft eV ( BDEW) zur Strompreiszusammensetzung und den Strompreisen zeigt auf, dass 41 Prozent des Strompreises aus staatlichen Steuern und Abgaben bestehe. Mehr als ein weiteres Drittel kostet den Verbraucher der Vertrieb und Einkauf des Stroms, die Netzentgelte betragen durchschnittlich 24 Prozent des Strompreises.
In der Studie wurde ein Musterhaushalt mit 3 Personen und einem Jahresverbrauch von 3500 Kilowattstunden zugrunde gelegt. Im Vergleich zum Vorjahr ist im ersten Halbjahr 2010 somit ein Anstieg von 2,1 Prozent des Strompreises zu verzeichnen.
Rund 69 Euro monatlich zahlt die Musterfamilie. Vor 10 Jahren hatte die Musterfamilie nochrund 41 Euro für die gleiche Strommenge gezahlt. Seit der Liberalisierung des Strommarktes 1998 habe sich der Anteil der Abgaben an den Fiskus für Stromkosten versiebenfacht.

Hildegard Müller, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung begründete: „Einerseits setzt die gesetzlich garantierte Förderung der erneuerbaren Energien den Strompreisen zu. Allein die Belastungen aus der EEG-Umlage werden für die Kunden von rund 5,3 Milliarden Euro im Jahr 2009 auf voraussichtlich 8,2 Milliarden Euro in diesem Jahr steigen. Andererseits steigen die Kosten, die für den Ausbau der Stromnetze erforderlich sind und durch die Netzentgelte auf den Strompreis umgelegt werden.“

Von Verbraucherschützern wird ein weiterer Anstieg des Strompreises erwartet.  Grund hierfür sind Veränderungen der Netznutzungsentgelte sowie der dringende Bedarf, in den Ausbau der Stromnetze zu investieren.