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Giftgasunfall im nordhessischen Homberg

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Durch die Unachtsamkeit eines Gabelstaplerfahrers gegen 1:00 Uhr Nachts, der ein 200-Liter-Faß mit giftiger Flüssigkeit beschädigte, wurden in Homberg/Efze (Nordhessen) etliche Menschen durch austretende giftige Dämpfe verletzt.

Bei dem Arbeitsunfall trat die Chemikalie Thiophenol aus- Viele Menschen klagten über Atemwegsreizungen  und mindestens 16 Verletzte wurden ins Krankenhaus gebracht.

Eine Hundertschaft vom Rettungsdienst und zehn Notärzte kümmerten sich um etwa 150 Menschen, darunter auch 100 Mitarbeiter einer Logistikfirma, auf deren Areal das hochgiftige Thiophenol freigesetzt worden war.

Die genaue Schwere der Verletzungen ist noch nicht absehbar, da die Wirkung der farblosen, aber hochgiftigen Substanz abgewartet werden müsse, sagte ein Sprecher der Polizei.

150 Menschen mussten zur Dekontamination ihre Kleidung abgeben und bekamen nach einer Dusche neue Trainingsanzüge zum Anziehen, durften allerdings zwischenzeitlich das Industriegebiet nicht verlassen.

Mit Atemschutzmasken und schwerem Gerät sicherten die angerückten Feuerwehrmänner in ihrer Spezialausrüstung für Dekontaminatiosarbeiten  das beschädigte Fass und versuchten gleichzeitig, die Ausbreitung des gefährlichen Gases einzudämmen.

Homberger Bürger wurden durch Lautsprecherdurchsagen gewarnt. Für die Stadt und ihre etwa 16.000 Einwohner bestand nach ersten Messungen keine Gefahr.

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