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Große Hokusai-Retrospektive in Berlin

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Die große Welle vor Kanagawa (Japanischer Farbholzschnitt, 25 cm × 37 cmca. 1829–32) , Katsushika Hokusai
Die große Welle vor Kanagawa (Japanischer Farbholzschnitt, 25 cm × 37 cmca. 1829–32) , Katsushika Hokusai
Die große Welle vor Kanagawa (Japanischer Farbholzschnitt, 25 cm × 37 cm ca. 1829–32) , Katsushika Hokusai
Die große Welle vor Kanagawa (Japanischer Farbholzschnitt, 25 cm × 37 cm ca. 1829–32) , Katsushika Hokusai

Japan ist nun seit über einem halben Jahr vor allem aufgrund der Naturkatastrophen und des Unglücks am Kernkraftwerk Fukushima Daiichi im März 2011 in den Köpfen vieler Menschen präsent, auch wenn die Berichterstattung sich fast ausnahmslos auf Meldungen dramatischer Entdeckungen beschränkt.

Damit erweist man dem Land jedoch einen Bärendienst, sollte doch jedem Leser die jahrhundertelange Geschichte des Landes mit ihren faszinierenden Traditionen und Künsten, von denen einige bis in die Gegenwart erhalten blieben zumindest in Grundzügen bekannt sein, erlebt doch beispielsweise das Interesse an Kampfkünsten, oder der japanischen Küche immer wieder neue Höhepunkte.

Japan ist jedoch weit mehr als eine Mischung aus Atomkraftwerken und Sushi – das zeigen auch die meisterhaften Motive von Katsushika Hokusai (1760–1849) dem im Rahmen der Veranstaltungsreihe „150 Jahre Freundschaft Deutschland und Japan“  eine Retrospektive im Martin-Gropius-Bau in Berlin gewidmet ist.

Spreadnews.de hat die Ausstellung besucht und fasst die Eindrücke für Sie zusammen:

Die Ausstellung gliedert sich räumlich in mehrere Teile, wobei jeder einer Schaffensperiode des Künstlers, der im Laufe seiner Karriere mehr als 30 Künstlernamen annahm und über mehr als 70 Jahre künstlerisches Schaffen vorweisen kann,  gewidmet ist. In ihrem Verlauf ist die künstlerische Entwicklung von Hokusai ebenso nachzuvollziehen, wie seine Experimente mit verschiedenen Stilen, wobei er sich nicht scheute, auch westliche Elemente der Perspektive und europäische Motive  in seine Werken einzubeziehen.

Beeindruckend ist die Zahl unterschiedlicher Exponate, von denen viele erstmals außerhalb Japans zu sehen sind aus Privatsammlungen stammen, oder zu den neusten entdeckten Werken zählen.

An ihnen wird auch die unglaubliche Versatilität des Künstlers Hokusai deutlich, der bis ins hohe Alter tätig war, bevor er – fast neunzigjährig – starb.

Neben seinem zweifellosen berühmtesten Werk „Die große Welle vor Kanagawa“ (Kanagawa oki nami ura), das ganz klar einen der Höhepunkte der Retrospektive darstellt, reicht die Art der Ausstellungsstücke über die Motive auf Fächern, skizzenhaften Zeichnungen und weiteren bekannten Werken aus der Serie „36 Ansichten des Berges Fuji“ (Fugaku sanjūrokkei) bis zu Lehrbuchmaterial für seine Schüler und den berühmten Hokusai Manga.

Die Retrospektive steht unter der Schirmherrschaft der Botschaft von Japan und wird durch die Unterstützung durch zahlreiche Partner  wie  der Japan Foundation, dem Japanisch-Deutschen Zentrum Berlin (JDZB), Sumida City und Nikkei Inc. sowie die Sponsoren Asahi Breweries Ltd., Daikin Industries Ltd, der Fujifilm Corp. sowie der Panasonic Corp. und der Yakult Honsha Co. Ltd. ermöglicht.

Zur Ausstellung: Die Ausstellung „HOKUSAI Retrospektive“ ist mit einer Verlängerung nun vom 26. August bis 31. Oktober 2011 im Martin-Gropius-Bau Berlin zu sehen.
Öffnungzeiten:
Mittwoch bis Montag 10:00–20:00
Dienstag geschlossen
Eintritt: 9,- Euro (6,- Euro ermäßigt), Kinder bis 16 frei.

Empfehlenswert ist auch der angebotene Katalog zur Ausstellung:
Hokusai
Nicolai Verlag
ca. 400 Seiten, ca. 400 Abbildungen
ISBN 978-3-89479-688-4
Museumsausgabe € 22,00
Buchhandelsausgabe € 39,95

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