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Großrazzia: Mitglieder der United Tribuns festgenommen

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Rund 500 Polizeibeamte waren am Mittwoch in Pforzheim im Großeinsatz. Sieben Mitglieder der Türstehervereinigung United Tribuns wurden vorläufig festgenommen. Bei drei der aus Pforzheim, Waiblingen und dem Enzkreis stammenden Männer soll die Beantragung eines Haftbefehls geprüft werden.

Ein Spezialeinsatzkommando (SEK) und 500 weitere Polizisten aus mehreren Bundesländern durchsuchten insgesamt 18 Wohnungen und Objekte der United Tribuns. Ihnen wird vorgeworfen, scharfe Munition, Waffen und Drogen besorgt zu haben.

Sichergestellt wurde während der Razzia: Hieb- und Stoßwaffen, Betäubungsmittel, Ausweise junger Frauen, sowie eine scharfe Maschinenpistole samt Munition und Schalldämpfer. Die Staatsanwaltschaft ermittelt daher wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz und Verstoß gegen das Kriegswaffenkontrollrecht.

Nach Polizeiangaben erfolgte die heutige Razzia auf Grund von Erkenntnissen, die man im November 2010 gewonnen hatte. Damals war im Konflikt der Rockergruppen ein Hells Angel durch einen Messerstich lebensgefährlich verletzt worden, zwei weitere hatten Kopfverletzungen davongetragen. Mindestens einmal war auf einen Mann der United Tribuns geschossen worden.

In Bayern, Baden-Würtemberg und Rheinland-Pfalz wurde im Dezember 2010 eine Großrazzia durchgeführt. Mindestens 18 Mitglieder der Hells Angels wurden damals vorläufig festgenommen. Wegen versuchten Mordes wurde gegen zwei Rocker Haftbefehl beantragt.

Bei der damaligen Großrazzia waren 28 Objekte der Hells Angels durchsucht worden, mehr als 900 Polizisten und Beamte des SEK waren im Einsatz, so dass die aktuelle Durchsuchungsaktion vergleichsweise klein wirkt. Damals waren neben dem Clubhaus der Hells Angels auch ein Lokal und zwei Bordelle Ziele der Polizeiaktion.

In Hinblick auf die aktuell am Mittwoch durchgeführte Durchsuchung erklärte der Pforzheimer SPD-Bürgermeister Gert Hager, es handele sich um ein „deutliches Signal“, dass Pforzheim keine Ruhezone für kriminelle Banden und Gruppierungen sei.

Er versprach auch, dass die Gewerbeerlaubnis der Bandenmitglieder auf ihre Rechtmäßigkeit geprüft werden solle.

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